Die Handballer der SGSH Dragons empfangen am Freitagabend, 30. Januar, den Longericher SC im Schalksmühler Löh. In Köln setzte es im Hinspiel eine deutliche 30:40-Niederlage, in der die Dragons von Beginn an nur hinterherliefen und letztlich chancenlos blieben. Damals wie heute ist die SGSH stark ersatzgeschwächt – die Vorzeichen scheinen vorab deutlich.
Vor heimischer Kulisse wollen die Dragons nach der Niederlage in Hanau (31:38) ein anderes Gesicht zeigen. „Wir haben bewiesen, dass wir Handball spielen können, und haben unsere besten Leistungen zu Hause gezeigt“, sagt Dragons-Coach Lars Faßbender. Hoffnung macht dabei, dass es möglicherweise Rückkehrer in den Kader geben könnte. Für die anspruchsvolle Aufgabe gegen Longerich braucht es definitiv mehr Breite im Aufgebot. Wie angespannt die personelle Lage nach wie vor ist, zeigte zuletzt das Spiel in Hanau. Dort war die Kadertiefe erneut „katastrophal“: Neben den Langzeitausfällen fiel auch Brian Gipperich kurzfristig aus, Max Potgeter stand gar nicht zur Verfügung, Christopher Börner und Lukas Austermann hätten eigentlich gar nicht spielen dürfen. Sinnbild für eine Saison, in der die Kaderbreite die größte Baustelle bleibt.
Nach einer kurzen Woche steht bereits am Freitag das nächste Spiel an – Zeit zur Regeneration und zur inhaltlichen Vorbereitung ist entsprechend knapp. Dennoch nehmen die Dragons die Situation an und stemmen sich vehement gegen den drohenden Abstieg, der bei bereits sieben Punkten Rückstand auf das rettende Ufer immer weiter Form annimmt. „Natürlich gehen die Spiele nicht spurlos an der Mannschaft vorbei“, führt Faßbender aus, „die Jungs ziehen aber Woche für Woche mit und geben Gas. Aufgeben ist für niemanden hier eine Option!“
Mit „achtem Mann“: Revanche für einseitiges Hinspiel
Mit dem Longericher SC wartet allerdings ein Gegner, der trotz „nur“ Tabellenplatz sechs zu den Schwergewichten der Staffel zählt. Die Kölner haben in dieser Saison bereits die Topteams aus Saarlouis und Gelnhausen an den Rand einer Niederlage gebracht und „verfügen über eine sehr gute, ausgewogene Mannschaft. Chris Stark ist ein toller Trainer, der seine Mannschaft einzustellen weiß“, so der Übungsleiter weiter, der seinerzeit gemeinsam mit Stark die Lizenz erwarb und seither ein freundschaftliches Verhältnis zum Gästecoach pflegt. Auf dem Feld zählt das jedoch wenig, für die Dragons wird es - wie jede Woche - eine extrem schwere Aufgabe.
Trotz aller Widrigkeiten setzen die Sauerländer vor allem auf der eigenen Platte dabei wieder auf den „achten Mann" und den Schulterschluss mit den Fans. Mit Leidenschaft, Disziplin und mehr personellen Optionen soll das Spiel offen gehalten werden, um auch mal den nicht eingeplanten Punktgewinn einzufahren und zumindest wieder etwas Spannung in den Abstiegskampf zu bringen. Dafür braucht es über 60 Minuten maximale Bereitschaft im Kopf, in den Beinen und auf der Bank. Der Weg ist nicht das Ziel und das Ziel selbst genügt nicht mehr - die SGSH muss in allen Belangen darüber und über sich hinaus.
Anwurf ist um 20.15 Uhr.











