Mit der Schließung des Norsk-Hydro-Werks in Lüdenscheid haben rund 150 Beschäftigte nicht nur ihren Arbeitsplatz, sondern ein Stück Alltag und Sicherheit verloren. Viele von ihnen stehen vor der Frage, wie es beruflich weitergeht. Um neue Wege und Perspektiven aufzuzeigen, brachte eine Jobmesse am Dienstag, 7. Juli, auf dem ehemaligen Werksgelände Betroffene, Unternehmen und Weiterbildungsträger zusammen. Auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann besuchte die Veranstaltung.
Ein Dank an die Beschäftigten und der Blick nach vorn
„Ihr habt das Unternehmen getragen. Ihr habt eine starke Leistung erbracht und Verantwortung übernommen. Danke, dass ihr diese Arbeit über viele Jahre und Jahrzehnte geleistet habt. An euch hat es nicht gelegen", würdigt Landtagsabgeordneter Gordan Dudas (SPD) die Beschäftigten von Norsk Hydro.
Die von der Transfergesellschaft 'proPerson' gemeinsam mit Norsk Hydro und der Agentur für Arbeit organisierte Jobmesse auf dem Werksgelände sollte den Betroffenen vor allem eines geben: neue Hoffnung. „Ob ein Arbeitsvertrag, eine Telefonnummer oder nur eine Perspektive — ich hoffe, dass ihr heute mit dem Gefühl rausgeht, dass es weitergeht", so der Sozialdemokrat.
Neue Wege beginnen mit einem Gespräch
Tim Aischmann, Projektleiter bei 'proPerson', weiß, dass nicht jeder Besucher die Jobmesse mit einem unterschriebenen Arbeitsvertrag verlassen würde. Entscheidend sei jedoch, neue Kontakte zu knüpfen und vielleicht die erste Tür zu einer neuen beruflichen Zukunft zu öffnen. „Nutzt die Chance, geht in die Gespräche und habt keine Angst. Alle, die hier mit ihren Ständen vertreten sind, waren irgendwann einmal in derselben Situation und haben eine Arbeit gesucht", macht Aischmann den Arbeitssuchenden Mut.
Auch NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), der an diesem Tag nach Lüdenscheid gekommen war, zeigt Verständnis für die schwierige Situation der ehemaligen Beschäftigten. Er bedauert den Verlust der Arbeitsplätze und würdigt zugleich den Fleiß und den Einsatz, den die Mitarbeiter über viele Jahre gezeigt hätten. Gleichzeitig appelliert er, den Blick nach vorne zu richten: „Hier ist es jetzt vorbei, so traurig es auch ist. Nun muss ein Neuanfang geschaffen werden“, betont Laumann.
Viele Gespräche, neue Kontakte und berufliche Perspektiven
Neben zahlreichen Stellenausschreibungen boten insgesamt 25 Arbeitgeber und acht Bildungsträger an ihren Ständen die Möglichkeit, mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen, Kontakte zu knüpfen und neue berufliche Perspektiven zu schaffen. Die Veranstaltung richtete sich dabei nicht nur an die ehemaligen Beschäftigten des Norsk-Hydro-Werks in Lüdenscheid, sondern auch an weitere Arbeitssuchende aus der Region. Vertreten waren vor allem Unternehmen aus kaufmännischen und technischen Berufsfeldern.
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