Mit Beginn des rotarischen Jahres 2026/2027 hat Dr. Sebastian Schulte zum 1. Juli die Präsidentschaft des Rotary Clubs Lüdenscheid übernommen. Damit folgt er auf Jan Schriever, der den Club im vergangenen Jahr geprägt hat. Schulte würdigte im Rahmen einer feierlichen Amtsübergabe am Montag, 6. Juli, die Arbeit seines Vorgängers und dankte ihm im Namen der Mitglieder „für dessen Engagement und richtungsweisende Impulse“.
Generationen verbinden, Gemeinschaft stärken
Der Rotary Club Lüdenscheid engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 1956 für soziale, kulturelle und humanitäre Projekte – sowohl in der Region als auch international. Besonders die langjährige Zusammenarbeit mit den sogenannten Pentangular-Clubs in Canterbury, Leiden, Leuven und Saint-Quentin steht für den internationalen Austausch und die Völkerverständigung.
Als langjähriges Mitglied kennt Schulte die Traditionen des Clubs und möchte gleichzeitig neue Ideen einbringen. Ein zentrales Anliegen seines Präsidentenjahres ist es, den Austausch zwischen jüngeren und erfahrenen Mitgliedern zu fördern und das Clubleben weiterzuentwickeln. Der Rotary Club betont dazu: „Ziel ist es, den Zusammenhalt innerhalb des Clubs zu stärken und ein lebendiges Miteinander für Mitglieder und ihre Familien zu schaffen.“
Langjährige Partnerschaft mit dem SOS-Kinderdorf
Ein Schwerpunkt soll dabei die Unterstützung des SOS-Kinderdorfs Sauerland in Lüdenscheid-Dickenberg bleiben. Die Verbindung reicht bis in die Anfangsjahre der Einrichtung zurück, als Rotarier maßgeblich am Aufbau beteiligt waren. Diese Partnerschaft soll auch künftig fortgeführt werden: „Die Förderung von Kindern, Jugendlichen und Familien in unserer Region ist für uns ein zentrales Anliegen“, heißt es aus dem Club.
Internationales Projekt für die Ukraine
Darüber hinaus steht ein internationales Hilfsprojekt im Fokus: „Nach einer mehrjährigen Planungs- und Vorbereitungsphase tritt das Global-Grant-Projekt zur Unterstützung der Ukraine nun in die aktive Umsetzungsphase ein“, so der Rotary Club. Ziel des Projekts ist die Ausbildung ukrainischer Psychologinnen und Psychologen zur Behandlung kriegsbedingter Traumata. Moderne Therapieansätze, darunter auch Virtual-Reality-Technologie, sollen dabei helfen, die Versorgung der betroffenen Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Für die Umsetzung für das gemeinsam von den europäischen Pentangular-Partnerclubs sowie durch Rotary International geförderte Projekt stehe ein Gesamtvolumen von rund 180.000 US-Dollar zur Verfügung.
Gesundheitsprojekt „SnackSmart“ wird ausgebaut
Auch das Präventionsprojekt „SnackSmart“ will der Rotary Club Lüdenscheid weiterentwickeln. Es richtet sich an Kinder, Jugendliche und Familien und vermittelt alltagstaugliche Ansätze für gesunde Ernährung und Lebensweise. Geplant sind Workshops und Mitmachangebote in Kooperation mit Schulen, Kitas und Vereinen. Der Club erklärt hierzu: „Wir möchten zeigen, dass gesunde Ernährung einfach, bezahlbar und im Alltag umsetzbar ist.“
Klare Leitgedanken für das Jubiläumsjahr
Das laufende Präsidentenjahr fällt mit zwei Jubiläen zusammen: 2026 feiert der Rotary Club Lüdenscheid sein 70-jähriges Bestehen. Gleichzeitig jährt sich 2027 die Gründung des ersten deutschen Rotary Clubs zum 100. Mal. Beide Anlässe sollen genutzt werden, um die Werte von Rotary zu würdigen und den Blick in die Zukunft zu richten.
Mit Blick auf seine Amtszeit formuliert Dr. Sebastian Schulte klare Ziele: „Rotary lebt vom persönlichen Engagement seiner Mitglieder und von der Freundschaft über Generationen und Ländergrenzen hinweg. Gemeinsam möchten wir Bewährtes fortführen, neue Ideen entwickeln und dort helfen, wo Unterstützung gebraucht wird – in Lüdenscheid ebenso wie international“, so der neue Präsident.








