Die Zahl der Anerkennungsverfahren für im Ausland erworbene Berufsqualifikationen ist in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2025 weiter gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden insgesamt 23.517 Anträge bearbeitet. Das entspricht einem Zuwachs von 9,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2024, in dem 21.558 Verfahren registriert wurden.

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Rund 40 Prozent erhalten volle Anerkennung

Von den im Jahr 2025 bearbeiteten Verfahren konnten 20.784 noch im selben Jahr abgeschlossen werden. In 8841 Fällen – das entspricht 42,5 Prozent – wurde die volle Gleichwertigkeit der ausländischen Berufsqualifikation festgestellt. In weiteren Fällen wurden eingeschränkte Anerkennungen ausgesprochen. 1527 Verfahren (7,4 Prozent) endeten mit einer Ablehnung.

Pflegeberufe weiterhin an der Spitze

Die meisten Anerkennungsverfahren entfielen auch 2025 auf den Pflegebereich. Insgesamt wurden 7185 Verfahren für den Referenzberuf Pflegefachkraft abgeschlossen. Davon wurden 40,4 Prozent vollständig anerkannt, in rund 60 Prozent der Fälle waren Ausgleichsmaßnahmen erforderlich.

Auf Platz 2 folgte der Referenzberuf Arzt/Ärztin mit 4272 abgeschlossenen Verfahren. Etwa die Hälfte davon wurde positiv beschieden, während in den übrigen Fällen zusätzliche Qualifikationen notwendig waren.

Den dritten Platz belegten Ingenieurberufe mit 1233 Verfahren. In diesem Bereich wurden nahezu alle Anträge positiv bewertet.

Herkunftsländer der Antragstellenden

Ein Blick auf die Herkunftsländer zeigt deutliche Schwerpunkte: Pflegefachkräfte hatten ihre Abschlüsse am häufigsten in Tunesien, Ägypten oder der Türkei erworben. Bei Ärztinnen und Ärzten stammten die meisten Anträge von Personen mit Abschlüssen aus Syrien, gefolgt von Jordanien und dem Iran. Im Ingenieurbereich kamen die meisten Antragstellenden aus der Ukraine, der Türkei und Syrien.