Rückblick, Ausblick und klare Entscheidungen: Bei der Mitgliederversammlung des Förderkreises für den Kirchlichen Pflegedienst standen am Donnerstag, 22. Januar, neben Finanzen und Satzungsfragen vor allem die Unterstützung sozialer Projekte im Mittelpunkt.
Die Mitgliederversammlung des 1996 gegründeten Vereins fand in den Räumen der Tagespflege am Hansering statt. 17 Mitglieder nahmen an der rund einstündigen Sitzung teil. Vorsitzender Klaus Baumann eröffnete die Versammlung um 18 Uhr und stellte die ordnungsgemäße Einladung sowie die Beschlussfähigkeit fest. Die Tagesordnung wurde einstimmig angenommen.
Gedenken und Rückblick
Zu Beginn gedachten die Anwesenden der in den vergangenen Jahren verstorbenen Mitglieder. Anschließend berichtete der Vorstand über die aktuelle Entwicklung des Vereins. „Die Mitgliederzahl ist inzwischen unter 70 gesunken, und wir konnten in den vergangenen Jahren auch lediglich zwei Neueintritte verzeichnen“, erklärte Schatzmeister Uwe Manthey.
Danach stellte er die finanzielle Lage detailliert dar. Nach einem Verlust durch die Förderung eines E-Autos samt Ladeinfrastruktur habe sich die Situation wieder stabilisiert: „Durch mehrere kleinere Fördermaßnahmen und zusätzliche Erträge konnten die Folgejahre mit einem Plus abgeschlossen werden“, erläuterte Manthey. Gleichzeitig seien die Mitgliedsbeiträge leicht rückläufig, Spenden aus Anlass von Beerdigungen seien zuletzt ganz ausgeblieben.
Ein Schwerpunkt der Vorstandsarbeit war die Unterstützung des Projekts „Gesund in Breckerfeld“. Der Förderkreis beteiligt sich daran für vier Jahre jährlich mit jeweils 7000 Euro. „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag für die Lebensqualität älterer Menschen in unserer Stadt“, betonte Vorsitzender Klaus Baumann, der den Förderkreis gemeinsam mit Hans-Martin Bokel und Uwe Manthey in der Steuerungsgruppe von „Gesund in Breckerfeld“ vertritt.
Saubere Kasse, Vorstand entlastet
Die Kassenprüfung für die Jahre 2023 und 2024 durch Gottfried Berghaus und Helga Bokel bescheinigte dem Verein eine ordnungsgemäße Buchführung ohne Beanstandungen. Da Gottfried Berghaus künftig nicht mehr zur Verfügung steht, wurde Walburga Hausmann auf der Mitgliederversammlung neu zur Kassenprüferin gewählt.
Dem Antrag auf Entlastung des Vorstandes folgten die anwesenden Mitglieder — bei Enthaltung des Vorstandes — einstimmig.
Satzung wird angepasst
„Anlass für die geplante Satzungsänderung war, dass wir darin die Förderungsmöglichkeiten des Förderkreises für den Kirchlichen Pflegedienst detaillierter als bisher beschreiben wollten“, erläuterte Klaus Baumann. Die Mitglieder beschlossen anschließend einstimmig, die Satzungsänderung dem Finanzamt zur Prüfung vorzulegen und sie bei Zustimmung ins Vereinsregister eintragen zu lassen.
Viele Angebote gegen Einsamkeit
Einen Einblick in die vom Förderkreis sowie den beiden Kirchengemeinden und der Stadt Breckerfeld unterstützte praktische Arbeit des Projekts „Gesund in Breckerfeld“ gab deren Koordinatorin Ulla Jakobs. Sie berichtetet, dass sich mittlerweile ein Netzwerk aus rund 30 Ehrenamtlichen engagiert — mit Vorträgen, Spielenachmittagen, Wanderungen, Rollator-Trainings und vielen weiteren Angeboten. „Es geht uns vor allem darum, Begegnungen für die Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt zu schaffen und Vereinsamung gar nicht erst entstehen zu lassen“, machte Jakobs deutlich. Die Versammlung dankte ihr ausdrücklich für ihren Einsatz.
Weitere Themen diskutiert
Unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ berichtete Klaus Baumann als Mitglied des Kuratoriums der örtlichen Pflegestation von Diskussionen über das sogenannte „rotierende Verfahren“ in der stationären Pflege. Seit Juli 2023 gilt dieses neue Personalbemessungsverfahren für vollstationäre Pflegeeinrichtungen, nach dem die Pflegekräfte regelmäßig zwischen Morgen-, Nachmittags- und Nachtschichten wechseln. „Bei Patientinnen und Patienten stößt diese Regelung eher nicht auf Zustimmung“, erläuterte er, dass es den Pflegenden dadurch schwerer fallen würde, eine soziale Beziehung zu den Pflegekräften aufzubauen.
Zudem wurde in der Mitgliederversammlung das Thema Ladeinfrastruktur angesprochen. Zwar seien sechs Ladepunkte an der Diakoniestation zugesagt worden, umgesetzt worden sei dies bislang jedoch nicht. Wirkliche Neuigkeiten gab es hierzu jedoch nicht zu vermelden. In der Versammlung hieß es, nach Angaben von Bürgermeister André Dahlhaus gebe es „in Breckerfeld insgesamt größere Schwierigkeiten beim Ausbau der Ladeinfrastruktur“.
Gulaschsuppe zum Abschluss
Nach dem offiziellen Teil klang der Abend bei Gulaschsuppe, serviert von Tagespflege-Leiterin Anna Bezpalko, und Getränken in geselliger Runde aus.











