Der Luftsportverein Halver gilt als traditionsreicher Verein, der über sieben Jahrzehnte hinweg, beginnend im Dezember 1951, den Segelflug- und Luftsport in der Region vertreten hat. Ziel des Vereins war es, interessierten Menschen den Einstieg in den Flugsport zu ermöglichen und diesen als Freizeit- und Breitensport zu fördern. Der Verein konnte seine Probleme jedoch zuletzt nicht mehr aus eigener Kraft bewältigen, was schließlich zur Einleitung eines Insolvenzverfahrens führte.

Überregionale Nachrichten

Nachdem der ursprünglich genutzte Flugplatz in Halver seit 2006 nicht mehr betrieben werden konnte, verlagerte der Verein seinen Flugbetrieb auf andere Flugplätze in der Umgebung, unter anderem nach Wipperfürth-Neye. In den vergangenen Jahren geriet der Verein jedoch zunehmend unter wirtschaftlichen Druck. Sinkende Mitgliederzahlen, hohe laufende Kosten für Fluggeräte, Versicherungen und Infrastruktur sowie langwierige rechtliche Auseinandersetzungen belasteten die finanzielle Situation erheblich.

Aufgrund der daraus resultierenden Zahlungsunfähigkeit, wurde am Montag, dem 15. Dezember 2025 ein Antrag vom Verein gestellt, welcher dazu führte, dass am Donnerstag, dem 22. Januar um 18.12 Uhr ein Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Hagen eingeleitet wurde. Dieses setzte im selben Zug Andreas Grund als Insolvenzverwalter ein, welcher das ganze Verfahren nun betreut.

Wer eine Forderung anmelden möchte, sollte dies bis Mittwoch, 25. Februar, getan haben. Diese sollte auf Grundlage von § 174 Insolvenzordnung angefertigt und sofort dem zuständigen Insolvenzverwalter übermittelt werden. Gleiches gilt für ausstehende Zahlungen. Schuldner des Vereins sind verpflichtet, Geldbeträge unverzüglich an Andreas Grund zu zahlen. Gläubiger mit Sicherheiten, wie einem Pfandrecht, sind aufgefordert, diese augenblicklich mitzuteilen. Bei Versäumnis droht Schadensersatzpflicht.

Die Einsicht in die Forderungstabelle erfolgt dann am Mittwoch, 4. März, beim Amtsgericht in Hagen, bevor der Stichtag für Stellungnahmen und Widersprüche am Mittwoch, 18. März, das Verfahren erstmals besiegelt.