Im Zuge der festgefahrenen Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L) ruft die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zu einem Warnstreik auf. Am Mittwoch, 4. Februar, sollen sich auch Beschäftigte aus dem Märkischen Kreis beteiligen. An Schulen kann es an diesem Tag zu Einschränkungen und Unterrichtsausfällen kommen.

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Kein Angebot in zweiter Verhandlungsrunde

Nach Angaben der GEW haben die Arbeitgeber auch in der zweiten Verhandlungsrunde kein Angebot vorgelegt. Gefordert wird eine Entgelterhöhung von sieben Prozent, mindestens jedoch 300 Euro mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die Gewerkschaft sieht darin eine notwendige Reaktion auf gestiegene Lebenshaltungskosten und anhaltend hohe Arbeitsbelastungen.

Kritik an der Blockadehaltung

Ayla Çelik, Vorsitzende der GEW NRW, kritisiert die Situation deutlich: „Seit Jahren tragen die Beschäftigten im Bildungsbereich die Folgen struktureller Unterfinanzierung mit stetig wachsender Arbeitsbelastung.“ Sinkende Inflationsraten änderten nichts daran, dass viele Kosten auf hohem Niveau verblieben. Ziel der Forderungen seien existenzsichernde Löhne und gesunde Arbeitsbedingungen.

Auswirkungen auf Schulen im Märkischen Kreis

In Nordrhein-Westfalen arbeiten rund 49.000 Tarifbeschäftigte an Schulen. Auch im Märkischen Kreis werden diese Beschäftigten zur Teilnahme am Warnstreik aufgerufen. Eltern und Schülerinnen und Schüler im Märkischen Kreis müssen damit rechnen, dass der Unterricht am Streiktag nicht wie gewohnt stattfinden kann.

Gudrun Achterkamp aus dem Leitungsteam der GEW Märkischer Kreis erklärt: „Die Warnstreiks sind unsere Antwort auf die Blockadehaltung der Arbeitgeber.“

Zentrale Kundgebung in Dortmund

Der Warnstreik findet in Dortmund statt. Treffpunkt ist ab 9 Uhr das Westfalenkolleg, anschließend folgen Demonstrationszug und Kundgebung in der Innenstadt. Der GEW-Kreisverband Märkischer Kreis organisiert für seine Mitglieder eine gemeinsame Anreise ab Hagen.