Der Fokus des ISEK liegt auf der nachhaltigen Stärkung des Löher Bergs, insbesondere der Standorte 8Giebel, Primusschule und Jahnsportplatz. Dazu gehören auch Diskussionen über die Zukunft von Mobilität, Kultur und Sport – wir berichteten. Die Umsetzung der Visionen soll mithilfe von Fördermitteln, darunter städtebauliche Förderungen, erfolgen. Die Entscheidung über die erfolgreiche Aufnahme der Fördermittel wird Mitte nächsten Jahres erwartet.
Einzelne Aspekte blieben für die Kommunalpolitiker noch unklar. So informierte sich Dietmar Daßler (FDP), ob Mittel für entsprechende Maßnahmen im Haushalt 2024 eingestellt werden. Diese sind laut Oliver Emmerichs vorgesehen. Nicht jedoch für die Realisierung von Maßnahmen, sondern für die Planung. „Es werden Planungskosten eingestellt, um die Planungen zu schärfen“, so der Fachbereichsleiter der Bauverwaltung weiter.
CDU legt Wert auf Bürgerbeteiligung
„Die Bürgerbeteiligung war gering“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzender André Krause. Gemeint ist der Workshop vom 24. Oktober, wo die Arbeitsergebnisse des ISEK durch das Dortmunder Planungsbüro „Stadtbüro“ präsentiert wurden (wir berichteten). An dem Tag hatten Schalksmühler die Möglichkeit, das Konzept genauer ins Visier zu nehmen und Verbesserungsvorschläge sowie Kritik zu äußern. An Bürgern habe es jedoch deutlich gemangelt. „Wenn die Planungen konkreter werden, dann wird die Nachbarschaft sich das auch genauer angucken“, war Bürgermeister Jörg Schönenberg überzeugt.
Die Christdemokraten wünschen sich zudem, dass die Bedenken der erschienenen Bürger berücksichtigt werden. Die mangelnde Parkplatzsituation am 8Giebel wurde an diesem Abend mehrfach erwähnt. „Wir legen entsprechend Wert darauf, dass das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept nicht nur auf die 8Giebel und eine Sporthalle reduziert wird“, so Krause. Auch die Lichtsituation im 8Giebel wurde Ausschussthema. Der Fraktionsvorsitzender rief dazu auf, über eine mittelfristige Lösung für die Beleuchtung des Veranstaltungsraums nachzudenken. Oftmals sei es dort zu dunkel.
„Politische Beteiligung ist zu kurz gekommen“
Der „Dritte Ort“ sei in der ISEK-Diskussion immer mehr in den Hintergrund, die Multifunktionshalle stattdessen weiter in den Vordergrund geraten. Das beobachteten zumindest die Sozialdemokraten – und diese Entwicklung gefällt der Fraktion nicht. Der Bau einer Multifunktionshalle sei – seit der Primusschule – das größte infrastrukturelle Projekt der Gemeinde, „wofür wir Raum und Zeit brauchen“, wie Fraktionsvorsitzender Jan Jellesma erklärte. Es sei kein nebensächliches Projekt, was im ISEK jedoch den Anschein mache. Er betonte zusätzlich, dass jede einzelne im Konzept aufgelistete Maßnahme politisch diskutiert und verabschiedet werden muss. „Die politische Beteiligung ist in einigen Maßnahmen deutlich zu kurz gekommen“, kritisierte Jellesma.
Oliver Emmerichs entgegnete, dass die Multifunktionshalle im ISEK lediglich erwähnt werde und keine Priorisierung vorliege. Die Erwähnung der Sporthalle im Konzept erfolgt aufgrund der Möglichkeit eines Standorts am Löher Berg. Es wurde jedoch noch einmal betont, dass noch keine Festlegung darüber besteht, ob die Sporthalle tatsächlich am Jahnsportplatz gebaut wird.
Rat tagt am 11. Dezember
Das Gremium schlug den Rat einstimmig vor, das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) zu beschließen. Die Ratssitzung findet am 11. Dezember statt.









