Interview.

Ferienzeit ist Handballzeit – zumindest für die Kinder, die an den AGL Feriencamps der SGSH Dragons teilnehmen. Von Dienstag, 27. Oktober, bis Freitag, 30. Oktober, stehen für insgesamt 29 Nachwuchshandballer wieder vier Tage voller Sport und Spaß auf dem Programm. Mit dabei ist auch Kinder- und Jugendtrainer Rüdiger Moll. Der C-Lizenztrainer begleitet die Camps bereits seit fünf Jahren.

Mit Leidenschaft für den Handballnachwuchs

Die Förderung von jungen Nachwuchshandballern steht für Rüdiger Moll fast schon auf der Tagesordnung. Ob beim Vereinstraining, bei sportlichen Morgeneinheiten im Kindergarten oder als Coach während der Trainingscamps in den Ferien – Moll ist mit viel Engagement dabei, um Kinder für den Handballsport zu begeistern und ihre Fähigkeiten zu fördern.

Jugendtrainer Rüdiger Moll bringt Kindern bereits im Kindergartenalter regelmäßig den Spaß an Bewegung und Sport näher.
Foto: Jung | Archiv

Als Kinder- und Jugendtrainer steht Rüdiger Moll seit 2018 auf der Platte. 2024 legte er zudem erfolgreich die Prüfung zur DOSB-C-Trainerlizenz im Leistungssport Handball ab. Im Interview mit LokalDirekt spricht er darüber, was ihn an der Arbeit mit jungen Handballern begeistert, welche Rolle Feriencamps für die Nachwuchsarbeit spielen und welche Erinnerungen ihm aus den vergangenen Jahren besonders geblieben sind.

LokalDirekt: Was macht für dich persönlich den Reiz aus, Kinder beim Handball zu trainieren?

Rüdiger Moll: Der Reiz, Kindern über das Training spielerisch körperliche Fähigkeiten zu vermitteln und technische Grundlagen im Handball beizubringen, treibt mich an. Darüber hinaus fördern wir im Team- und Mannschaftssport auch die soziale Entwicklung. Denn gemeinsam sind wir stark.

Gibt es einen Moment aus einem der vergangenen Feriencamps, an den du dich besonders gerne erinnerst?

Ja, ganz deutlich. In unserem Integrationscamp im Sommer 2023 konnten wir mithilfe von Frau Stenzel aus Schalksmühle 22 Kinder aus verschiedenen Ländern für das Handballcamp begeistern. Die meisten hatten zuvor noch nie einen Mannschaftssport ausgeübt, geschweige denn Handball gespielt. Bei drei Kindern war ich besonders überrascht von ihren körperlichen Fähigkeiten und ihrer Lernfähigkeit im Hinblick auf die Handballtechnik. Ich sprach die Kinder und ihre Eltern darauf an, und wir vereinbarten ein Probetraining. Eines dieser Kinder spielt noch heute, mittlerweile 15 Jahre alt, als Leistungsträger in unserer B-Jugend und ist selbstverständlich vollständig in die Mannschaft integriert.

Was können Kinder beim Handball vielleicht sogar besser als Erwachsene?

Das ist natürlich abhängig vom Alter. Im Umgang miteinander gibt es jedoch so gut wie keine Vorbehalte. Teamfähigkeit und Freundschaften entwickeln sich häufig sehr schnell und halten oft über Jahre hinweg.

Welche Bedeutung haben Feriencamps wie dieses für die Nachwuchsarbeit eines Vereins?

Im Vordergrund steht der Gedanke, möglichst vielen Kindern in allen Camps – zu Ostern, im Sommer und im Herbst – die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung in der letzten Ferienwoche zu geben. Dadurch entstehen natürlich auch Kontakte, die bis hin zu einer Vereinsmitgliedschaft führen können.

SGSH-Herbstcamp 2026.
Foto: Jung

Woran merkst du während der Campwoche, dass die Kinder Fortschritte machen – sportlich und persönlich?

Am Morgen nach dem ersten Trainingstag gibt es sehr häufig Rückmeldungen über Muskelkater. Vier Stunden Training an einem Tag sind natürlich auch herausfordernd. Allein die Tatsache, dass die Kinder am nächsten Tag wieder dabei sind, zeigt aber, dass sie Spaß und Freude am Handball haben. Das erfahrene Trainerteam achtet selbstverständlich darauf, die Kinder individuell zu fordern und zu fördern, und stimmt das Training sowie die Übungen entsprechend darauf ab. Die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder ist innerhalb von vier Tagen natürlich nicht klar und deutlich erkennbar. Sie spiegelt sich jedoch im Handballspiel wider, etwa durch eigene Entscheidungen und den gezeigten Teamgeist.

Was würdest du dir wünschen, dass die Kinder ihren Eltern nach dem Camp erzählen?

„Das hat Spaß gemacht!", „Das ist mein Ding – Handball!", „Da will ich wieder hin!"