In der Nähe der ukrainischen Stadt Jaremtsche wurde ein Kraftwerk zerstört.
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Ein Kraftwerk in der Nähe der ukrainischen Stadt Jaremtsche wurde zerstört. Nun ist die Versorgung mit Strom und Trinkwasser für gleich mehrere Ortschaften gefährdet. Uwe Rittinghaus von der Ukrainehilfe Schalksmühle hat gemeinsam mit Bürgermeister Christian Bredderman eine Spendenaktion ins Leben gerufen.
Wasser und Strom für den Winter
Der Bürgermeister von Jaremtsche, so berichtet Uwe Rittinghaus, hat sich hilfesuchend an ihn gewandt. Nach dem jüngsten Angriff ist das Kraftwerk nun vollständig zerstört. Ein Notstromgenerator soll die Versorgung mit Trinkwasser über den Winter sichern. Die Anschaffung kostet 15.000 Euro, für den Transport fallen weitere 5000 Euro an.
"Es gibt in der Region immer mehr Binnenflüchtlinge, deren Versorgung kaum noch gewährleistet werden kann", erklärt Rittinghaus weiter. Allein die Einwohnerzahl von Jaremtsche habe sich in den vergangenen Monaten beinahe verdoppelt. "Die Not ist wirklich riesig", betont er. Deshalb soll auch der nächste von Rittinghaus organisierte Hilfstransport in die Region von Jaremtsche geschickt werden. Geplant ist dieser für Anfang der kommenden Woche. "Es gilt, sehr viele Frauen und Kinder unterzubringen und zu versorgen", erklärt Rittinghaus.
Nach dem Gespräch mit dem Bürgermeister von Jaremtsche hat sich Uwe Rittinghaus daher an Bürgermeister Christian Breddermann gewendet und ihn um Unterstützung gebeten.
"Jeder Euro zählt"
Christian Breddermann rief daraufhin eine Spendenaktion ins Leben - für ihn eine Selbstverständlichkeit, wie er erklärt. "Die Menschen vor Ort sind auf dieses Kraftwerk schlicht und ergreifend angewiesen, gerade jetzt in den bevorstehenden kalten Monaten" betont er. Ihm sei bewusst, dass es auch vor Ort Menschen und Probleme gebe, die Unterstützung verdienten. "Aber Hilfe ist keine Entweder-oder-Entscheidung. Nur weil wir Menschen in einer akuten Notlage unterstützen, bedeutet das nicht, dass wir die Herausforderungen hier bei uns ausblenden oder vernachlässigen. Menschlichkeit kennt keine geografischen Grenzen."
Das Spendenziel von insgesamt 20.000 Euro hält Breddermann für ambitioniert, aber nicht unrealistisch. Und betont abschließend: "Jeder Euro zählt und bringt uns einen Schritt weiter."
Die Spendenaktion ist unter diesem Link zu finden.