Die Sanierung des Stadtstadions Elsewiese soll mit Bundesmitteln finanziert werden. Bei veranschlagten Gesamtkosten von 712.615,52 Euro empfiehlt die Plettenberger Stadtverwaltung, den Eigenanteil von 178.153,88 Euro vollständig aus dem städtischen Haushalt zu übernehmen. Darüber berät der Rat am Dienstag, 10. November. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr im Ratssaal.

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Für das Vorhaben liegt nach Angaben der Verwaltung eine vorläufige Förderzusage vor. Der Bund soll 534.461,64 Euro und damit 75 Prozent der beantragten Gesamtkosten übernehmen. Die abschließende Antragstellung und die Bereitstellung der städtischen Eigenmittel stehen nun zur Entscheidung an.

Kunstrasen und Tartanflächen sind sanierungsbedürftig

Die Stadt begründet die geplanten Arbeiten mit dem Zustand der Sportflächen. Die letzte Renovierung erfolgte laut Sitzungsvorlage im Jahr 2008. Inzwischen seien die Tartan- und Kunstrasenflächen renovierungsbedürftig. Der Kunstrasen sei abgenutzt, auf dem Kleinspielfeld fehlten Teile des Belags.

Hauptnutzer des Stadtstadions ist der SC Plettenberg. Nach Angaben der Verwaltung verfügt der Verein derzeit über 14 aktive Jugendmannschaften und zwei Seniorenmannschaften. Neben deren Trainings- und Spielbetrieb nutzt die nahe gelegene Martin-Luther-Grundschule die Anlage am Vormittag. In unregelmäßigen Abständen trainiert dort außerdem die örtliche Polizei.

Verwaltung empfiehlt Finanzierung ohne Vereinsanteil

Den Antrag auf Aufnahme in das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ hatte der Rat bereits am 27. Januar 2026 beschlossen. Am 22. April erhielt die Stadt die vorläufige Förderzusage. Ein Gespräch mit der zuständigen Projektgruppe folgte am 14. September.

Die Förderquote von 75 Prozent wurde laut Vorlage ermöglicht, weil der Märkische Kreis die Nothaushaltslage der Stadt bestätigt hat. Der verbleibende Eigenanteil beträgt 25 Prozent. Die Förderbedingungen lassen nach Darstellung der Verwaltung grundsätzlich zu, einen Teil davon durch den nutzenden Verein oder Sponsoren aufzubringen.

Die Verwaltung empfiehlt jedoch, die gesamten 178.153,88 Euro durch die Stadt bereitzustellen. Sie verweist darauf, dass Plettenberg auch bei bisherigen Sportplatzsanierungen die Kosten getragen habe.

Davon unabhängig hält die Verwaltung an dem Ziel fest, den laufenden Unterhaltungsaufwand künftig durch entsprechende Vereinbarungen auf die nutzenden Vereine zu übertragen. Alternativ sollen andere Finanzierungs- und Beteiligungsmodelle geprüft werden.

Ratsbeschluss ist für den Förderantrag erforderlich

Für den vollständigen Förderantrag benötigt die Stadt noch in diesem Kalenderjahr einen Ratsbeschluss, der die Bereitstellung der finanziellen Mittel dokumentiert. Die Verwaltung schlägt deshalb vor, sie mit der fristgerechten abschließenden Antragstellung zu beauftragen und Eigenmittel von mindestens 178.153,88 Euro in der mittelfristigen Finanzplanung des Haushalts 2027 zu berücksichtigen.

Bei einer entsprechenden Förderzusage sollen die Haushaltsmittel zum Zeitpunkt der Umsetzung bereitstehen. Einen konkreten Bauzeitraum nennt die Vorlage nicht.

Weitere Themen der öffentlichen Ratssitzung sind die Wahl des Ersten Beigeordneten, der aktuelle Finanzbericht und die Stellungnahme der Stadt zu den Ausbauplänen der Deutschen Bahn für die Ruhr-Sieg-Strecke. Unter Tagesordnungspunkt neun soll der Rat außerdem über die Begrenzung der Geschwister-Scholl-Realschule auf vier Eingangsklassen pro Jahrgang ab dem Schuljahr 2027/2028 entscheiden.

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