Sportklinik Hellersen steuert wirtschaftlich stabilen Kurs

Die Sportklinik Hellersen steuert weiter einen wirtschaftlich stabilem Kurs. Auf der Mitgliederversammlung des Trägervereins Sporthilfe NRW in Lüdenscheid wurde für das Geschäftsjahr 2025 erneut ein Jahresüberschuss vorgestellt. Nach Angaben des Vereins lag das Ergebnis über den Planungen.
80 Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Sportklinik Hellersen zu einer der größten und führenden orthopädischen Fachkliniken Deutschlands entwickelt. Aus ihren Wurzeln im organisierten Sport ist eine hochspezialisierte Klinik für Erkrankungen, Verletzungen und Schmerzen des Bewegungsapparats entstanden, die heute eine wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung Nordrhein-Westfalens und weit darüber hinaus übernimmt. Auch wirtschaftlich setzt sich die positive Entwicklung der vergangenen Jahre fort. Das wurde bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Trägervereins Sporthilfe NRW e. V. am Klinikstandort in Lüdenscheid deutlich.
Neben der positiven Bilanz und den Zukunftsplanungen standen die medizinische Weiterentwicklung und die Investitionsperspektive des Standorts sowie die ausstehende Entscheidung zu Fördermitteln des Landes NRW im Fokus.
Der Trägerverein Sporthilfe NRW e. V. schloss das Geschäftsjahr 2025 erneut mit einem Jahresüberschuss ab und lag damit sogar über Plan. „Die positive Bilanz ist das Ergebnis einer konsequenten medizinischen und organisatorischen Weiterentwicklung.“, heißt es dazu in einer Mitteilung der Sportklinik.
Dirk Burghaus, Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen, informierte die Mitglieder über die aktuelle Situation und die weiteren Planungen der Klinik. Dabei ging er insbesondere auf die medizinische Weiterentwicklung und die geplanten Investitionen in den Standort ein. Die Mitglieder würdigten die erfolgreiche Arbeit mit der einstimmigen Entlastung von Vorstand und Präsidium und stimmten auch allen neu zur Abstimmung gestellten Beschlussvorlagen einstimmig zu.
Die Sportklinik setzt ihre medizinische Weiterentwicklung fort. Ein wichtiger Schwerpunkt ist der Ausbau der spezialisierten operativen Versorgung. Im Oktober 2026 wurde ein zweiter OP-Roboter installiert, mit dem die Klinik ihre Expertise in der Endoprothetik weiter ausbaut. Auch die Digitalisierung wird seit Juni mit einer eigenen Stabsstelle für KI, Automatisierung und Digitale Transformation gezielt vorangetrieben.
Für die langfristige Entwicklung und die Umsetzung der Krankenhausplanung NRW sind darüber hinaus umfangreiche bauliche und strukturelle Investitionen geplant. Das Vorhaben umfasst einen OP-Neubau, moderne Intensiv- und Überwachungsbereiche, die Weiterentwicklung der Notfallversorgung sowie Maßnahmen zur Energieeffizienz und Klimaanpassung. Für diese Maßnahmen braucht es eine verlässliche Investitions- und Förderperspektive.
Im weiteren Austausch mit den Mitgliedsorganisationen ging es auch um den Stand der laufenden Förderverfahren und die ausstehende Entscheidung des Landes NRW. Dabei formulierten die Sportorganisationen klare Erwartungen an das Land: Für die notwendigen Investitionen und die langfristige Entwicklung der Sportklinik Hellersen braucht es belastbare Entscheidungen und eine verlässliche Planungsperspektive.

Um den bisherigen Kurs trotz wachsender Herausforderungen fortzusetzen, wurde ein Wirtschaftsplan für 2027 vorgestellt. Er berücksichtigt die Auswirkungen der Gesundheitsreformen, steigende Kosten sowie die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Angesichts steigender Kosten und zunehmender gesetzlicher Sparmaßnahmen betont die Sporthilfe NRW zugleich die Verantwortung der Politik, verlässliche Rahmenbedingungen für die Krankenhäuser zu schaffen.
Stefan Klett unterstrich dabei die Bedeutung einer verlässlichen Investitionsförderung: „Förderung ist kein Ersatz für gutes Wirtschaften. Gutes Wirtschaften darf aber auch kein Grund sein, notwendige Investitionsförderung als entbehrlich anzusehen.“
Gerade im aktuellen gesundheitspolitischen Umfeld kommt der positiven Entwicklung der Spezialklinik eine besondere Bedeutung zu. Während zahlreiche Krankenhäuser in Deutschland mit steigenden Kosten und wirtschaftlichen Unsicherheiten konfrontiert sind, hat die Sportklinik Hellersen in den vergangenen zehn Jahren ihre medizinischen Bereiche konsequent weiterentwickelt und ihre wirtschaftliche Grundlage nachhaltig gestärkt. Diese Stabilität bildet eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung. Die Finanzierung der geplanten umfangreichen baulichen und strukturellen Maßnahmen bleibt dabei eine eigenständige Aufgabe.
„Ich begrüße, dass sich die Mitgliedsorganisationen für eine klare Investitionsperspektive einsetzen“, sagt Dirk Burghaus, seit 2017 Vorsitzender des Vorstands der Sportklinik Hellersen. „Wir haben die medizinische Spezialisierung vorangetrieben und die wirtschaftliche Grundlage der Klinik nachhaltig gestärkt. Jetzt braucht es auch ein klares Commitment des Landes, damit wir die nächsten Investitionsschritte gemeinsam planen und umsetzten können.“
Die Sporthilfe NRW erwartet deshalb belastbare Entscheidungen zu den laufenden Förderverfahren und einen verlässlichen zeitlichen Rahmen für die nächsten Investitionsschritte.
Die diesjährige Mitgliederversammlung der Sporthilfe NRW e.V. stand zugleich im Zeichen des 80-jährigen Bestehens der Sportklinik Hellersen. Bei einem anschließenden Rundgang begaben sich die Mitglieder auf die Spuren der Klinikgeschichte.
Wie sich die Klinik seither weiterentwickelt hat, erlebten die Mitglieder an verschiedenen Stationen – von der neuen History Wall über die moderne operative Versorgung und Robotik bis zur sportmedizinischen Leistungsdiagnostik.







