Mit der Löschwasserversorgung in Berghagen und mit dem Straßen-Sanierungsprogramm beschäftigte sich der Planungs- und Bauausschuss am Montag, 2. Februar, in seiner öffentlichen Sitzung.
Üblicherweise dient der Rückblick auf die vorangegangene Sitzung nur der Bedienung der Chronistenpflicht — diesmal war es anders. Bauamtsleiterin Sandra Schöttler stieg in die letzte Sitzung des Planungs- und Bauauaschusses aus dem Herbst 2025 ein. Damals war eine geplante Wohnmobil-Stellplatzfläche im Wochenendhausgebiet Berghagen ein echter Aufreger. Unter anderem ein geplanter Löschwasserteich war damals in der sehr gut besuchten öffentlichen Sitzung von Anwohnern hinterfragt und kritisiert worden — dies vor allem vor dem Hintergrund, dass die Stadtwerke Lüdenscheid gerade eine neue Wasserleitung verlegten. Stimmen wurden damals laut, diese Wasserleitung zur Löschwasserversogung zu nutzen und den Löschwasserteich abzusagen.
Bauamtsleiterin Sandra Schöttler berichtete jetzt, dass sie den Sachverhalt mit den Technikern der Stadtwerke Lüdenscheid beraten habe. Dabei sei herausgekommen, dass seinerzeit nur die alte Wasserleitung gegen eine neue Leitung ersetzt worden sei. Leistungsfähiger sei sie dadurch nicht geworden. Die Stadtwerke hätten mitgeteilt, dass eine gesicherte Löschwasserleitung mit der Berghagen-Leitung nicht aufgebaut werden könne. Die Leitung liefere also Trinkwasser, könne aber den Löschwasserbedarf nicht decken. Der geplante Löschwasserteich sei damit nicht entbehrlich geworden.
Auch Ausschussvorsitzender Eberhard Kaufmann klinkte sich an dieser Stelle ein: Er habe vor Ort nachgesehen, wie groß die erneuerte Leitung dimensioniert sei. Es handele sich um eine Leitung kleinen Querschnitts; Kaufmann sprach von 90 Millimetern lichter Weite. Das reiche für eine ausreichende Löschwasserversorgung nicht aus.
Straßen im Gemeindegebiet werden instandgesetzt
Weiter wurde in der Sitzung das Straßensanierungsprogramm der Gemeinde für 2026 beraten. Entgegen der ersten Fassung des Haushaltsplanentwurfs wurde der Ansatz für den Straßenbau um 130.000 Euro aufgestockt, so dass nun 250.000 Euro im Plan stehen. 200.000 Euro davon sind für neue Straßendecken vorgesehen. Das von der Gemeindeverwaltung aufgestellte Konzept, das der Priorisierung der Firma Eagle Eye folgt, wurde einstimmig verabschiedet.
Zum Straßenbauprogramm wird in den Außenbereichen noch eine Wirtschaftswege-Instandsetzung kommen, für die die Gemeinde eine Bezuschussung durch das Land beantragt hat. NRW hat ein Programm "Modernisierung von Wirtschaftswegen" aufgelegt. Im Rathaus wird auf eine Förderzusage gewartet, damit auch land- und forstwirtschaftlich geprägte Verbindungen im Außenbezirk renoviert werden können.









