Die SPD möchte Trinkbrunnen im Ortskern. Der Antrag stieß im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen, Umwelt- und Klimaschutz am Donnerstag, 29. Januar, auf gemischte Meinungen.
"Die Sommer werden immer heißer", begründete Marc Fürst (SPD) den Antrag seiner Fraktion zu Beginn der Diskussion. "Außerdem haben wir so schöne öffentliche Anlagen im Ortskern, die durch Trinkbrunnen, die übrigens nicht nur nützlich, sondern auch nachhaltig sind, aufgewertet würden. Zudem könnten entsprechende Förderungsmöglichkeiten geprüft werden. Wir fragen uns, warum es in anderen Kommunen Trinkbrunnen gibt, bei uns in Schalksmühle jedoch nicht?"
"Das ist ein Luxusprojekt"
Während Denise Brilla (Bündnis 90/Die Grünen) ihm zur Seite sprang und betonte, dass sie "total dafür" sei, bezeichnete Jörg Weber (CDU) das Unterfangen als "Luxusprojekt". Und auch Olaf Gläser (UWG) sprach sich dagegen aus: "Ich sehe die Notwendigkeit nicht. Im Ortskern sind ausreichend Geschäfte und Gastronomie vertreten, man kann praktisch überall Getränke kaufen." Jutta Heedfeld (SPD) zeigte sich wenig begeistert: "Das ist alles so alte Hacke, nach dem Motto: Das hat es hier noch nie gegeben, warum sollte es das jetzt geben?"
Wasserspender statt Trinkbrunnen?
Sigrid Pomaska (Bündnis 90/Die Grünen) pflichtete ihr bei: "Diese Trinkbrunnen sind voll förderungsfähig, die laufenden Kosten für Wartung und Reinigung könnten umgelegt werden. Der Rathausplatz ist eine Hitzeinsel, schon allein aufgrund der nicht vorhandenen Vegetation. Daran ändert auch das armselige Rinnsal hinter dem Kiepenlisettken wenig." Volker Quinkert (UWG) meldete sich zu Wort: "Wir sind ebenfalls dagegen, schlagen alternativ aber die Anschaffung eines Wasserspenders vor, der im Foyer des Rathauses stehen könnte." Die Umsetzung dieser Idee hielt wiederum Bürgermeistermeister Christian Breddermann für schwierig: "Ich glaube nicht, dass die Zeiten, in denen sich Familien im Ortskern bewegen, den Öffnungszeiten des Rathauses entsprechen." Claudia Bremicker (UWG) trug vor, dass es für sie kaum vorstellbar sei, dass diese Trinkbrunnen auch tatsächlich genutzt würden: "Die Leute können ebenso gut in die Eisdiele gehen."
"Wir sollten solche Projekte ganzheitlich denken"
Bürgermeister Christian Breddermann machte daraufhin einen Vorschlag: "Ich glaube, dass wir solche Projekte ganzheitlich denken sollten. Aus Sicht der Verwaltung ist der Antrag der SPD noch nicht vom Tisch, aber vielleicht sollten wir abwarten, bis die Haushaltslage solche Projekte wieder zulässt."
Der Ausschussvorsitzende André Trimpop (UWG) schlug schlussendlich vor, das Projekt noch einmal genauer prüfen zu lassen - unter Berücksichtigung etwaiger Förderungsmöglichkeiten.
Diesem Vorschlag stimmte das Gremium schließlich mehrheitlich - bei zwei Enthaltungen - zu.












