Der Plettenberger Stadtrat soll am Dienstag, 10. November, über die Begrenzung der Geschwister-Scholl-Realschule auf vier Eingangsklassen entscheiden. Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen verlangt zuvor von der Stadtverwaltung konkrete Angaben zu möglichen Raumeinsparungen und finanziellen Auswirkungen.

Die Geschwister-Scholl-Realschule präsentierte sich beim Tag der offenen Tür im November 2025. | Archivvideo
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Die geplante Begrenzung der Zügigkeit an der Geschwister-Scholl-Realschule (GSR) ist eines der Themen der Ratssitzung am Dienstag, 10. November, um 17 Uhr im Ratssaal. Der Ausschuss für Bildung und Sport hat sich bereits mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung befasst, die Zahl der Eingangsklassen ab dem Schuljahr 2027/2028 auf vier zu begrenzen. Nun steht die abschließende Entscheidung im Rat an.

Hintergrund sind die erwarteten Schülerzahlen und die räumlichen Kapazitäten der Realschule. Bei einer Fünfzügigkeit könnten aufgrund der laufenden Baumaßnahmen zusätzliche Unterrichtscontainer erforderlich werden. Die Verwaltung sieht zugleich Einsparmöglichkeiten durch eine spätere gemeinsame Nutzung von Fachräumen durch die Realschule und die Hauptschule.

Grüne stellen Einsparpotenzial infrage

Die Ratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hält die bisherigen Angaben der Verwaltung für nicht ausreichend, um über die Begrenzung der Zügigkeit zu entscheiden. In einer Anfrage an Bürgermeister Ralf Beßler fordert Fraktionsvorsitzende Katharina Rittinghaus konkrete Zahlen und eine nachvollziehbare Darstellung der räumlichen Auswirkungen.

In der Beschlussvorlage werde ein möglicher Einsparbetrag in siebenstelliger Höhe genannt. Dieser könne sich ergeben, wenn die Hauptschule künftig Räume der Realschule mitnutze und dadurch beim geplanten Umbau des ehemaligen Schulgebäudes in Böddinghausen auf zusätzliche Räume verzichtet werden könne.

Die Grünen verweisen darauf, dass die Realschule derzeit 28 Klassen habe und die vorhandenen Räume nach Angaben der Schulleitung vollständig ausgelastet sein würden. Gleichzeitig solle das ehemalige KBOP-Gebäude der Hauptschule so umgebaut werden, dass dort künftig zwölf statt bisher vier Klassen untergebracht werden könnten.

Die Fraktion möchte deshalb wissen, welche Räume an der Realschule tatsächlich frei würden, wenn künftig nur vier statt fünf Eingangsklassen aufgenommen werden. Außerdem verlangt sie Auskunft darüber, welche Räume bei der Planung für die Hauptschule konkret entfallen könnten.

Aufnahme einer fünften Klasse ohne zusätzliche Container?

Vor der Ratssitzung soll nach Auffassung der Grünen zudem mit der Schulleitung geklärt werden, ob die Realschule im kommenden Schuljahr fünf Eingangsklassen aufnehmen könnte, ohne dass weitere Unterrichtscontainer angeschafft werden müssten. Diese Klärung und eine konkrete Darstellung der möglichen Einsparungen seien Voraussetzungen für eine sachgerechte Entscheidung.

„Eine grobe Schätzung der möglichen Einsparungen und freiwerdenden Räume ist nicht nachvollziehbar und bietet keine ordnungsgemäße Möglichkeit zur Entscheidungsfindung“, heißt es in der Anfrage der Grünen. Die Fraktion warnt davor, dass der Rat andernfalls eine Entscheidung auf unzureichender Grundlage treffen könnte, deren tatsächliche finanzielle und räumliche Auswirkungen von den bisherigen Annahmen abweichen.

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