Überregionale Nachrichten

Die Tartan- und Kunstrasenflächen des Sportplatzes Elsewiese wurden zuletzt 2008 erneuert und seien stark renovierungsbedürftig, berichtete die Stadtverwaltung in der Sitzungsvorlage. Der Kunstrasen sei abgenutzt und auf dem Kleinspielfeld seien Teile des Kunstrasens herausgerissen. Die beschädigte Kunstrasenoberfläche sorge für eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Sportlerinnen und Sportler. Auch die Einfassungen entlang der Laufbahn seien spröde und teils kaputt.

Der Sportplatz wird hauptsächlich vom SC Plettenberg genutzt. Der SC Plettenberg verfügt derzeit über 14 aktive Jugendmannschaften und zwei Seniorenmannschaften. Neben ständigem Trainings- und Spielbetrieb der einzelnen Mannschaften nutzt auch die Martin-Luther-Grundschule den Platz vormittags. Zudem finden in unregelmäßigen Abständen auch Trainingseinheiten der örtlichen Polizei dort statt.

Der Platz sei öffentlich zugänglich und durch seine zentrale Lage ein wichtiger Bezugsort für Jung und Alt in Plettenberg, so die Verwaltung. Die Sportanlage Elsewiese sei ein zentraler Standort für die Förderung des Breitensports und der Aufrechterhaltung der körperlichen Gesundheit in Plettenberg.

Das finanzielle Gesamtvolumen der Umsetzung veranschlagt die Verwaltung mit 600.000 Euro. Durch die Bestätigung der Haushaltsnotlage durch die Kommunalaufsicht wurde ein Antrag auf Förderung von 75 Prozent der Gesamtsumme gestellt. Die Fördersumme würde demnach 450.000 Euro betragen, der städtische Eigenanteil beläuft sich dann auf 150.000 Euro - Geld, das an anderer Stelle eingespart werden müsste.

Um die Frist 15. Januar nicht zu versäumen, hatte die Stadtverwaltung den Förderantrag bereits im Vorfeld eingereicht. Der Ratsbeschluss muss bis zum 31. Januar nachgeliefert werden. Jetzt heißt es abwarten, ob Plettenberg den Zuschlag erhält. Laut Information der Verwaltung ist das Landesförderprogramm bereits deutlich überzeichnet.

Bürgermeister kündigt Ideen und Konzepte an

In der Debatte warf Dr. Peter Schmidtsiefer (SPD) die Frage auf, ob „wir drei Kunstrasenplätze in Plettenberg brauchen“. Sein Parteikollege Uwe Boese bemängelte, dass offenbar die Renovierungsintervalle bei den städtischen Sportstätten nicht beachtet worden seien: „Bei der Elsewiese sind wir schon vier Jahre drüber. Der aktuelle Zustand ist unzumutbar.“

Michael Schulte (FDP) stellte auch für die Sporthalle I in Böddinghausen einen dringenden Renovierungsbedarf fest. Das müsse im Blick behalten werden. Stefan Wegener (CDU) meinte, dass es noch weitere Förderprogramm gebe, die die Stadt nutzen sollte. Zur Pflege der Sportstätten durch die nutzenden Vereine berichtete Uwe Meister (CDU), dass diese ehrenamtlich leisteten, „was möglich ist, aber irgendwann ist eine Grenze erreicht“.

„Wenn wir Zuschüsse bekommen können, müssen wir zuschlagen“, ist für Klaus Salscheider (PWG) klar.

Es gebe viele Möglichkeiten, die Sportplätze zu unterhalten, ohne die Stadtkasse zu belasten, sagte Bürgermeister Ralf Beßler. „Ich habe Ideen und Konzepte, die ich in den Fraktionen und Ausschüssen vorstellen möchte“, kündigte er an.