Seit nunmehr 33 Jahren ist Jürgen Risse, Kreisauswahl-Lehrwart im Handball-Kreis Iserlohn/Arnsberg, die treibende Kraft für die intensive Trainingswoche der heimischen Auswahlmannschaften auf der Nordseeinsel Borkum. In diesem Jahr versammelten sich in allen drei Jahrgangsmannschaften (2012 bis 2014) insgesamt 44 Spieler, begleitet von neun engagierten Trainern und Betreuern.

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Fördergelder vom Landessportbund erhalten

„Gut, dass wir rechtzeitig die Fördergelder für Trainer und Betreuer beim Landessportbund beantragt haben. Im Vergleich zu Vorjahren lief alles glatt. Ob es auch für 2027 bei nicht auszuschließenden Etat-Kürzungen so läuft, wird man sehen“, erklärte Jürgen Risse. „Das war wieder einmal eine gelungene Reise. So etwas kann ich mir auch im nächsten Jahr vorstellen.“

Weggefährte Günther („Sammy“) Drechsel, der erst im nächsten wieder eine Mannschaft als Trainer begleitet, war ebenfalls angetan: „Von so einer Trainingswoche nehmen die Jungs viel mit in den alltäglichen Trainings- und Spielbetrieb.“

Unterkunft auf dem Gelände des TuS Borkum

Die Busfahrt führte die heimischen Handballer ins holländische Eemshaven. „Von dort aus dauert die auch kostengünstigere Überfahrt nur 90 Minuten." Die Unterbringung und Verpflegung fand traditionell auf dem Gelände des TuS Borkum statt. Da hatte Ehefrau Doris Risse im Vorfeld mit ihrem Essensplan wieder einmal ganze Arbeit geleistet. „Pizza für alle, das geht immer!" Schon am Anreisetag standen das Beziehen der Betten und die Organisation des Ablaufs auf dem Programm. Noch am Abend absolvierten die sieben Torhüter unter der Anleitung von Yannik Antoni eine erste Übungseinheit in einer der beiden zur Verfügung gestellten Sporthallen.

Auswahlspieler körperlich und mental fordern

Ab dem zweiten Tag standen diverse Trainingseinheiten, darunter ein Strandlauf, auf dem vielseitigen Programm. „Wir haben die Trainingsintensität bewusst hoch gehalten, um die Spieler sowohl körperlich als auch mental zu fordern“, berichtete Jürgen Risse. Die Trainer lobten zudem die Disziplin und den Zusammenhalt in diesem Trainingslager. Oft waren im Quartier nach forderndem Programm schon um 22 Uhr die Lichter aus.

Ein Vier-Kilometer-Lauf vor dem Frühstück

Noch vor dem Frühstück absolvierte der Nachwuchs einen Vier-Kilometer-Lauf. Lediglich an einem Tag fiel diese Einheit wegen starken Regens aus. „Da konnten die Jungs einmal etwas länger im Bett bleiben und ich war der King of Currywurst“, schmunzelte Jürgen Risse. Für ein Testspiel fand sich auf der Nordseeinsel allerdings kein Gegner, denn der TuS Borkum unterhält keine Handball-Abteilung mehr. So wurden eigene Teams gebildet und zum Abschluss ein Turniersieg ausgespielt. In der Freizeit genossen die heimischen Nachwuchskräfte auch mal ein leckeres Eis nach überstandenen Übungseinheiten.

Zweimal unerwarteter Besuch auf Borkum

Bei durchweg schönem Spätsommerwetter schauten wieder einmal ehemalige Kreisauswahl-Trainer bei den Handballern vorbei. Erst war Oliver Landsiedel (HSG Hohenlimburg) mit Familie zu Gast. Auch die Übungsleiter Dirk Pfaffenbach (SGSH Dragons) und Ehefrau Tina (Mädchen-Auswahl-Trainerin) ließen es sich nicht nehmen, den Iserlohn/Arnsberger Handballern einen Besuch abzustatten.