Am Ende wurde es wieder deutlich: Die SGSH Dragons verlieren ihr Heimspiel gegen den Longericher SC am Freitagabend, 30. Januar, klar mit 35:42 (16:20). Fynn Voss und die Jaeger-Brüder ragen heraus, können die nächste Niederlage aber nicht abwenden.
Mit einigen personellen Schlagzeilen im Gepäck gingen die SGSH Dragons ins Duell mit den Kölnern: Max Potgeter hat den Verein unter der Woche zu einem fragwürdigen Zeitpunkt verlassen. Entlastung gab es nach langem Suchen hingegen auf der Bank, mit Sascha Šimec steht Coach Lars Faßbender ein neuer Co-Trainer zur Seite. Planungssicherheit herrscht zudem zwischen den Pfosten, Kapitän Luca Jannack bleibt ligaunabhängig bis 2027. Lukas Pacek und Philipp Jaeger feierten gegen den LSC ihr Comeback, Lukas von Oepen rückte als zweiter Keeper für Maximilian Bach auf. Zudem half Cedric Geitmann aus der Zweiten aus, um den Potgeter-Abgang zu kompensieren.
Auf der Platte erwischten die Dragons einen nervösen Start in die Partie. Zwar traf Felix Jaeger früh zur 1:0-Führung, doch bestimmten technische Fehler und einfache Ballverluste die Anfangsphase im Schalksmühler Löh. Der Gast nutzte dies konsequent und setzte sich nach einem 5:0-Lauf binnen drei Minuten auf vier Tore ab (3:7, 9.). Luca Jannack verhinderte mit mehreren Paraden Schlimmeres, das frühe erste Timeout war dennoch folgerichtig - und zündete: Vor allem die Jaeger-Brüder und Fynn Voss übernahmen Verantwortung, das Team legte die Anfangsnervosität ab. Weil auch der Gast sich einige Fehler leistete, entwickelte sich ein offenes Duell (14:14, 20.). Eine doppelte Unterzahl runde fünf Minuten vor der Pause sorgte dafür, dass das Momentum in Richtung LSC ausschlug.
SGSH zu fehlerbehaftet - Gästekeeper Babic in Topform
Die SGSH ließ vorne jetzt in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz vermissen und brachte sich dadurch um eine bessere Ausgangslage für den zweiten Abschnitt, in der es einen Vier-Tore-Rückstand aufzuholen galt (16:20). Allerdings zogen sich auch nach dem Seitenwechsel unnötig-leichte Ballverluste wie ein roter Faden durch, während auf Kölner Seite Jonas Kämper und Keeper Roman Babic einen echten Sahnetag erwischten. Fynn Voss und Kevin Plate hielten die Dragons zunächst im Spiel; Luca Jannack hielt, was es zu halten gab - und die Dragons kamen noch einmal heran (23:25, 40.). Direkt daran anschließend hatten die Sauerländer wieder Überzahl, vermasselten diese allerdings 0:2; allen voran Gästekeeper Babic schien am Kreis nahezu unüberwindbar.
Köln blieb mit fortschreitender Spielzeit unbeeindruckt und hielt die Vier- bis Fünf-Tore-Führung konstant. Offensiv fehlte der SGSH trotz aller Bemühungen und Treffsicherheiten der Kollegen Voss und Jaeger der Durchschlag. Defensiv arbeitete die Faßbender-Sieben zwar phasenweise ordentlich, bekam die Dynamik des LSC aber nie richtig in den Griff. Spätestens mit dem 30:37 vom Strich (55.) wurde die Partie ähnlich deutlich wie das Hinspiel und abermals klar, dass die Sauerländer ohne wichtige Säulen keine ebenbürtigen 60 Minuten spielen können.
Am Ende hagelte es wieder über 40 Gegentore und die 15. Pleite im 19. Spiel - eine, die es in dieser Höhe absolut nicht hätte hageln müssen, hätte die SGSH nur ein paar der haarsträubenden Fehler weniger begangen. Ohne diese stünde man allerdings wohl auch kaum nach erst 19 Spielen derart mit dem Rücken zur Wand. Kommende Woche bietet sich den Faßbender-Schützlingen im zweiten Heimspiel in Serie (Samstag, 7. Februar, Halver) gegen die HSG Rodgau die nächste Gelegenheit, wieder positiv in Erscheinung zu treten.
Match Facts
SGSH Dragons 35:42 Longericher SC
SGSH Dragons: von Oepen, Panisic, Gernus, Pacek, Geitmann (3), Plate (2), Austermann, Buschhaus (3), N. Jannack, L. Jannack, Athanassoglou, Börner (1), Klinkby-Knudsen, F. Jaeger (9/2), P. Jaeger (4), Voss (10).
Schiedsrichter: Sascha Brendel, Christian Schneider. Siebenmeter: SGSH 2/2 - LSC 5/5 Zeitstrafen: SGSH 2 - LSC 3










