Das Trainerbeben beim Handball-Drittligisten SGSH Dragons hallt auch innerhalb der Mannschaft nach. Torwart Ante Vukas kann die Entscheidung, dass SGSH und Trainer Mark Schmetz von nun an getrennte Wege gehen, nicht nachvollziehen. „Die Mannschaft steht unter Schock“, sagt der Spieler im Gespräch mit LokalDirekt.
Offiziell, so Vukas, wisse die Mannschaft auch erst seit Donnerstagabend, 7. Juli, von der Trennung. Dass Mark Schmetz als Trainer in Frage stehe, sei aber schon seit Anfang Juni bekannt. Als bei den Spielern bekannt wurde, dass es zur Scheidung kommen könnte, trat die Mehrheit, so Vukas, geschlossen beim Vorstand vor und bat darum, Mark Schmetz als Trainer zu halten.
Dass es nun trotzdem so weit kam, könnten weder er noch seine Mannschaftskollegen verstehen. Vukas: „Die Führungsspieler sind traurig und enttäuscht.“ „Schmetzi“ sei „ein richtiger Anführer“ gewesen, er habe, so Vukas, „Stimmung und Kampfgeist“ in die Mannschaft gebracht. „Wir haben die erfolgreichste Saison aller Zeiten gespielt“, betont der Keeper. Die SGSH schrammte knapp am Aufstieg in die zweite Liga vorbei. „Die ganze Mannschaft war mit dem Trainer zufrieden. Für uns ist es total unverständlich, dass er vom Verein in Frage gestellt wurde. Wir standen bis zum Schluss geschlossen hinter ihm.“
Ante Vukas hatte im Dezember 2021 ebenso wie weitere Top-Spieler der SGSH den Vertrag mit dem Drittligaverein verlängert. „Die Führungsspieler haben wegen Schmetz verlängert. Und das weiß die Vereinsspitze auch“, betont Vukas. Er habe Ende des vergangenen Jahres „klar und deutlich“ gesagt, dass er nur spiele, „wenn wir den Aufstieg im Blick haben.“
Dass sich die Ausrichtung des Vereins nun verschoben habe, enttäusche Vukas. Nachwuchsarbeit sei schon immer groß geschrieben und mit viel Ehrgeiz bei der SGSH betrieben worden. Das halte er nach wie vor für „extrem wichtig“. Aber der sportliche Blick nach vorne müsse trotzdem oberste Priorität haben. Sein Vertrag läuft noch bis Juni 2024, seine Familie und er fühlten sich hier wohl. Wie es weitergeht, müsse nun überlegt werden – auch gemeinsam mit dem Verein. „Fast jeder ist damit unzufrieden“, sagt Vukas. Am 19. Juli beginnt das Training.
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