Halver-Berge aus der Vogelperspektive von Google Earth. Freiflächen-Photovoltaik lehnt der Halveraner Rat an dieser Stelle ab.
Titelbild: Florian Hesse / Google Earth
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Für eine weitere große Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich Berge gibt es im Halveraner Stadtrat keine Mehrheit. Das Gremium lehnte den Plan in seiner jüngsten Sitzung einstimmig ab. Damit hat die Verwaltung eine klare politische Linie im Rücken für die anstehenden Gespräche mit der Bezirksregierung Arnsberg.
Hintergrund der Entscheidung sind die laufenden Arbeiten am neuen Regionalplan für den Raum Südwestfalen, der künftig zwei bisher getrennte Planwerke ablösen soll (unter anderem für den Märkischen Kreis, Olpe und Siegen-Wittgenstein). In sogenannten Werkstattgesprächen stimmen sich Experten der Bezirksregierung und der Kommunen derzeit über künftige Flächennutzungen ab.
„Die Stadt Halver hatte den Bereich um Berge für eine Zweckbindung vorgeschlagen. Die Planung hat sich aktuell erübrigt, sodass der bestehende Regionalplan an dieser Stelle belassen bleiben sollte“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Die Flächen werden derzeit als Grünland zur Futterversorgung und als Weide für Pferde genutzt – und sollen nach dem einstimmigen Beschluss vom 12. Oktober auch so bleiben.
Ringen um weitere Bau- und Gewerbeflächen
Weniger Einigkeit als im Fall Berge herrschte bei den übrigen Punkten, die die Stadt mit nach Arnsberg nehmen möchte. So stieß eine mögliche Ausweitung des Wohngebiets Neuen Herweg auf den Widerstand der Grünen (vier Gegenstimmen). Auch eine Anfrage zur Ausweisung von Siedlungsflächen und potenziell nicht störendem Gewerbe nördlich des Umspannwerks sowie neuer Wohnbauflächen an der Goethestraße wurden von den Grünen abgelehnt.
Knapp fiel zudem das Votum bei einer von der Verwaltung vorgeschlagenen, 5,7 Hektar großen Gewerbefläche in Oeckinghausen-Süd (oberhalb der Rettungswache an der B 229) aus: Der Vorschlag scheiterte mit 17 Ja-Stimmen (CDU, UWG und Bürgermeister Armin Kibbert) gegen 19 Nein-Stimmen von SPD, Grünen und AfD (bei einer Enthaltung) im 37-köpfigen Rat. Damit zieht Halver mit diesem Punkt nicht in die Gespräche mit der Bezirksregierung.