Für Christiane Langs-Blöink vom Kulturbeirat bietet die Nacht der Kultur unvergessliche Abende. „Man sieht die Stadt in anderen Dimensionen“, bestätigt Axel Schwabecher, der sich für die Stadt federführend um die Organisation der Veranstaltung kümmert. So soll es am 10. Oktober erneut sein. 15 Spielorte und viel Literatur, Musik, Theater, Tanz, Vorträge, Ausstellungen und leuchtende Orte in der Altstadt beim Projekt „Urban Glow“.
Volles Programm von 18 bis 22 Uhr: „Man muss sich vorher schon einen Plan machen“, sagte Axel Schwabecher bei der Vorstellung des Flyers, der die Besucherinnen und Besucher sicher zu den Spielorten führen soll.
Mitglieder des Kulturbeirats gaben bei einem Treffen am VHS-Standort „Alte Post“ einen Überblick über die Nacht der Kultur, die in diesem Jahr in der ehemaligen Schalterhalle an der Altenaer Straße von Bürgermeister Sebastian Wagemeyer offiziell eröffnet wird. Mit dabei ist „WAM“ – ein Chor aus Lüdenscheids Partnerstadt Brighouse/Calderdale.
Wer möchte, kann den gesamten Abend hier verbringen. Im GIF-Fotostudio des Jugendkulturbüros können Gäste ab 18.30 Uhr ganz persönliches Mini-Animationsbild erstellen und es gleich aufs Smartphone laden. Im Untergeschoss lädt die Schlesingerfabrik zu Lesungen ein. Im Obergeschoss gastiert von 18.30 bis 22 Uhr ein Mitmach-Zirkus. Die Integrative Kulturwerkstatt „Alte Schule“ belebt die ehemalige Schalterhalle von 19 bis 19.30 Uhr und von 20.30 bis 21 Uhr mit ihrer inklusiven Monster- und Licht-Show. Dr. Thomas Schielke, Lichtplaner bei Erco, gibt in zwei Vorträgen (19 bis 19.45 Uhr und 20 bis 20.45 Uhr) unter dem Titel „Proteste bei Nacht“ einen kurzen Überblick über weltweite Projekte, bei denen Kreativität und Technologie gemeinsam Protest neu definiert haben. Zu Beat und Cocktails lädt das „Frieda’s“ in den Keller des VHS-Gebäudes ein.
Alternativen gibt es genug, von der Stadtbücherei und dem Kulturhaus über die Phänomenta bis zum Music Store Musikschule an der Gartenstraße oder dem Eigenart, wo Nachtschwärmer den Abend bei Live-Musik ausklingen lassen können.
„Aus der ursprünglichen Idee, an einem Abend die städtischen Kultureinrichtungen voller Leben zu präsentieren, ist eine große Veranstaltung geworden“, stellte Axel Schwabecher fest. Er kündigte an, dass zwei Parkhäuser und zusätzliche Sonderparkplätze dabei helfen sollen, Fahrzeuge, die für die An- und Abreise benötigt werden, abzustellen. Für die Bewältigung der wachsenden Entfernungen zwischen den Spielstätten soll mithilfe der MVG erstmals ein kostenloser Shuttle-Service im 20-Minuten-Takt eingerichtet werden. Dieses Angebot richtet sich in erster Linie an Senioren und Menschen mit Gehbehinderungen.
Am ehemaligen Modegeschäft von Strodl & Jäger, am neuen Pumptrack im Kulturhauspark, der Kultbar Lönneberga, in und an der Erlöserkirche und der Alte Post werden die „Urban Glow“-Projekte Lüdenscheider Schülerinnen und Schüler zu sehen sein. „Das und mehr wird wieder Menschen aus allen Altersgruppen zusammenbringen“, freut sich Axel Schwabecher mit dem gesamten Vorbereitungsteam auf gute Stimmung in der Stadt.









