Beim 48. Lüdenscheider Stadtfest gilt am Wochenende ein umfassendes Glasverbot. Die Stadt untersagt am Samstag, 12. September, und Sonntag, 13. September, das Mitführen und Benutzen von Getränken in Glasbehältern auf dem Rathaus- und Sternplatz sowie in den angrenzenden Zuwegungen.
"Hohes Verletzungspotenzial"
„Die Regelung soll dazu beitragen, das Gefahren- und Verletzungspotenzial durch Glas oder Scherben erheblich zu verringern“, erklärt die Stadt Lüdenscheid in ihrer Allgemeinverfügung. Am Samstag greift das Verbot von 15.30 Uhr bis 2 Uhr nachts, am Sonntag von 11 bis 18 Uhr. Die Stadt begründet die Zeiträume mit dem erwarteten größten Besucherandrang.
Auch Geschäfte und Kioske betroffen
Das Verbot betrifft nicht nur Besucher des Stadtfests. Auch Standbetreiber sowie angrenzende Einzelhändler und Kioske dürfen in den genannten Zeiten keine Getränke in Glasbehältern verkaufen oder abgeben.
Betroffen sind neben dem Rathaus- und Sternplatz die Wilhelmstraße 1 bis 23 und 2 bis 22, die Knapper Straße 2 bis 2a und 19 bis 29, die Friedrichstraße 1 und 2 bis 4 sowie die Altenaer Straße 1.
Gastronomie darf ausschenken – aber nur vor Ort
Für Restaurants und Kneipen gilt eine Ausnahme: Sie dürfen ihre Gäste weiterhin in den eigenen, zugewiesenen Bereichen mit Getränken in Glasbehältern bewirten. Allerdings müsse das Personal darauf achten, dass die Gläser und Flaschen diese Flächen nicht verlassen, betont die Stadt Lüdenscheid. Auch der Außer-Haus-Verkauf von Getränken in Glasbehältern fällt unter das Verbot.
Bei Verstößen drohen den betroffenen Betrieben Konsequenzen. „Es droht ihnen die Zahlung eines Zwangsgeldes und – bei weiteren Vergehen – die ordnungsbehördliche Schließung der Betriebsräume“, heißt es in der Verfügung.
Scherben als Risiko für Besucher und Einsatzkräfte
Die Stadt setzt das Glasverbot bereits seit 2022 beim Stadtfest ein. Neben der Verletzungsgefahr für Besucher verweist sie auf mögliche Folgen für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst. Unachtsam entsorgte Flaschen könnten zu Stolperfallen und Scherben führen. Zudem könnten Glasscherben „Reifenschäden an Einsatzfahrzeugen von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst“ verursachen und dadurch Einsätze verzögern.
Auch einen weiteren Sicherheitsaspekt nennt die Stadt: Flaschen, Gläser und ähnliche Behälter könnten als Wurfgeschosse oder Waffen eingesetzt werden.
Zu den Spitzenzeiten erwartet die Stadt bis zu 15.000 Menschen auf engem Raum. Das Glasverbot diene deshalb dem öffentlichen Interesse und soll dazu beitragen, das Stadtfest sicherer zu machen.
Hier gibt´s alle Infos und das Programm zum 48. Lüdenscheider Stadtfest.










