Die Volksbank in Südwestfalen hat im ersten Halbjahr 2026 in wichtigen Geschäftsfeldern weiter zugelegt. Trotz eines volatilen Zinsumfelds, geopolitischer Unsicherheiten und zunehmender regulatorischer Anforderungen konnte das Institut an die positive Entwicklung des Vorjahres anknüpfen.

Wie die Bank mitteilt, stiegen die bilanziellen Kundenkredite seit Jahresbeginn um 2,5 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro. Die Kundeneinlagen überschritten zum 30. Juni erstmals die Marke von drei Milliarden Euro.

Besonders gefragt blieb das Immobiliengeschäft. Die Volksbank vergab bis zur Jahresmitte rund 110 Millionen Euro an neuen Immobilienkrediten für etwa 450 Objekte. Rund 130 Kreditnehmer waren Neukunden. Im Mittelpunkt standen vor allem der Kauf und die Sanierung bestehender Immobilien. Auch die hauseigene Immobiliengesellschaft VR Immo: Südwestfalen entwickelte sich positiv und steigerte ihre Vermittlungsleistung um 20 Prozent. Besonders gefragt waren Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Marktpreiseinschätzungen für Immobilien.

Auch bei der Geldanlage verzeichnete die Bank Wachstum. Trotz schwankender Finanzmärkte wurden im ersten Halbjahr knapp 2.000 neue Fondssparpläne abgeschlossen. Die außerbilanziellen Kundengelder legten deutlich zu, wobei insbesondere Vermögensverwaltungen mit einem Plus von gut neun Prozent wuchsen. Mit neuen ETF-Beratungsangeboten und dem zum 1. Juli gestarteten „meinDepot“ will die Volksbank insbesondere jüngere und selbstentscheidende Anleger erreichen.

Im Firmenkundengeschäft blieb die Bank ein wichtiger Finanzierungspartner für die regionale Wirtschaft. Die Folgen geopolitischer Krisen und die damit verbundenen Herausforderungen für Unternehmen erhöhten den Beratungsbedarf. Nach Angaben der Volksbank konnte sie im ersten Halbjahr mehr als 100 neue Geschäfts- und Gewerbekunden sowie Handwerksbetriebe gewinnen.

Fortschritte gab es auch im Zahlungsverkehr. Die Zahl der Wero-Nutzer unter den Volksbank-Kunden verdoppelte sich seit Jahresbeginn auf mehr als 10.000. Gleichzeitig stieg die Zahl der von der Bank betriebenen Bezahlterminals auf über 700. Die Payments-Spezialisten verhinderten nach eigenen Angaben zudem mehr als 300 betrugsverdächtige Zahlungstransaktionen.

35 neue Auszubildende

Als Arbeitgeber konnte die Volksbank ebenfalls neue Mitarbeiter gewinnen. 35 Menschen starteten im ersten Halbjahr 2026 ihre Tätigkeit bei dem Institut. Für den Ausbildungsbeginn im August wurden aus rund 200 Bewerbungen elf angehende Bankkaufleute ausgewählt. Hinzu kommt eine Auszubildende zur Immobilienkauffrau. Für den Ausbildungsjahrgang 2027 liegen bereits mehr als 50 Bewerbungen vor.

Auch ihr gesellschaftliches Engagement setzte die Volksbank fort. Im ersten Halbjahr stellte sie mehr als 360.000 Euro für Spenden, Sponsoring und Crowdfunding-Projekte in der Region bereit. Ergänzend wurde ein Fördertopf von 20.000 Euro für nachhaltige Crowdfunding-Projekte eingerichtet, die ökologische, soziale oder wirtschaftliche Nachhaltigkeitsziele unterstützen.

Die Volksbank in Südwestfalen betreut mit 558 Beschäftigten rund 141.000 Kunden im südlichen Märkischen Kreis, im Siegerland und in Marienheide. Eigentümer der Genossenschaftsbank sind mehr als 74.000 Mitglieder.