Exakt 258.734,63 Euro fließen zur Schaffung weiterer Unterbringungsmöglichkeiten für Flüchtlinge in die Kasse der Gemeinde Schalksmühle. Das hatte das Landeskabinett am 14. März beschlossen, um Kommunen finanziell zu unterstützen – wir berichteten. Auf den Märkischen Kreis kommen 3,4 Millionen Euro.
Der Schalksmühler Bürgermeister Jörg Schönenberg bezeichnet die Finanzspritze vom Land NRW als deutliche Unterstützung. Klar sei jedoch auch: „Eine Kostendeckung ist es nicht“. Eine Million Euro hatte die Gemeinde Schalksmühle bereits in die Holzhäuser auf dem Jahnsportplatz investiert. Zur Erinnerung: Die Unterkünfte wurden in der Flüchtlingskrise 2015 angeschafft. Aktuell sind 49 Geflüchtete aus der Ukraine in den Holzhäusern untergebracht. Bisherige Ausgaben zur Bau-, Heizungs- und Unterbringungssituation könne das Entlastungspaket laut Schönenberg nicht decken.
Ein Ende der Krise nicht in Sicht
„Wir sind natürlich froh, dass es diese NRW-Hilfen gibt“, betonte Jörg Schönenberg im Gespräch mit LokalDirekt. Sollten die Zahlen der Geflüchteten jedoch steigen – wovon der Bürgermeister ausgeht – müsse wieder mehr Wohnraum geschaffen werden, was sich in einer ländlichen Umgebung als schwierig herausstelle. Inwiefern die Mittel für die Zukunft ausreichen, sei also fraglich.
Ein Ende der Krise, da ist sich der Bürgermeister sicher, ist nicht in Sicht. „Ich sehe das Thema Flüchtlinge als eine Daueraufgabe für unsere Gemeinde, die uns erstmal beschäftigen wird“, sagte Schönenberg. So dürften auch Flüchtlinge aus anderen Herkunftsländern wie Syrien, Afghanistan oder dem Iran nicht aus den Augen verloren werden.
128 Ukrainer leben aktuell in Schalksmühle
Neben den 49 Flüchtlingen in den städtischen Unterkünften, konnte 79 Menschen dezentral in privaten Wohnungen unterkommen. Das sei laut Schönenberg insbesondere der Unterstützung von Ehrenamtlichen des Netzwerks Flüchtlingshilfe zu verdanken.









