Die SGSH Dragons haben sich die Dienste von Maximilian Jaeger gesichert. Der 28-jährige Linksaußen wechselt mit sofortiger Wirkung vom Zweitligisten HSG Nordhorn-Lingen ins Sauerland. Jaeger unterschrieb bei den Dragons einen ligaunabhängigen Vertrag bis 2028.
Näher an der Heimat
Der gebürtige Gummersbacher kehrt damit auf eigenen Wunsch in seine Heimatregion zurück: Die Heimspielstätte der SGSH liegt nur rund eine halbe Stunde von Gummersbach entfernt, wo Jaeger und seine Frau herstammen. Trotz eines noch über die laufende Saison hinaus bestehenden Vertrages stimmte die HSG Nordhorn-Lingen dem Wechsel zu.
Verstärkung für Angriff und Abwehr
Sportlich eröffnet die Verpflichtung neue Optionen für die SGSH Dragons. Max Jaeger kommt in der Offensive vor allem über die linke Außenbahn zum Zug — in der Deckung kann der 28-jährige allerdings auf der Halb-Position eingesetzt werden und soll so auch die Defensive der Sauerländer stärken.
„Als sich kurzfristig die Möglichkeit ergeben hat, Max zu uns zu lotsen, haben wir alles in Bewegung gesetzt, um den Transfer unter Dach und Fach zu bringen“, erklärt SGSH-Geschäftsführer Rick Behnke-Schoos. „Einen Spieler dieser Qualität verpflichten zu können, ist für uns keine Selbstverständlichkeit und funktioniert nur, weil wir uns stets auf unseren Partner- und Sponsoren-Kreis verlassen können.“
Auch der sportliche Leiter Mirco Schmale hebt die Bedeutung des Transfers hervor: „Wir hatten schon länger die Idee nach Felix und Philipp Jaeger auch Max ins Sauerland zu lotsen — wenngleich diese Überlegung bis vor einigen Tagen immer mit Blick auf einen Wechsel im Sommer ausgelegt war." Der Neuzugang gebe der SGSH neue Möglichkeiten, weil er auf der Halb-Position verteidigen könne: "Max bringt jahrelange Erfahrung aus der 1. und 2. Handball-Bundesliga mit, die uns im Abstiegskampf enorm helfen wird. Wir sind extrem stolz, dass wir Max kurzfristig, aber vor allem ligaunabhängig für uns gewinnen konnten."
Abschied mit Bedauern in Nordhorn
Bei der HSG Nordhorn-Lingen wurde der Abgang mit gemischten Gefühlen aufgenommen. „Wir können den persönlichen Wunsch von Max nachvollziehen und haben seinem Abgang deshalb schweren Herzens auch so kurzfristig zugestimmt“, sagt HSG-Geschäftsführer Matthias Stroot. „Für seinen weiteren sportlichen und beruflichen Werdegang wünschen wir ihm alles erdenklich Gute.“
Jaeger war vor anderthalb Jahren aus Coburg nach Nordhorn gewechselt. In seinem ersten Jahr erzielte er 84 Tore, in der laufenden Saison kam er auf acht Treffer. Insgesamt verabschiedet er sich inklusive DHB-Pokal mit genau 100 Pflichtspieltoren von der HSG.
Perspektive über den Sport hinaus
Ausschlaggebend für den Wechsel waren neben sportlichen Aspekten vor allem private Gründe. Die SGSH Dragons zeigten dem Familienvater eine berufliche Perspektive über den Handball hinaus auf. Zudem leben die Großeltern seines sechs Monate alten Sohnes in der Heimatregion.
„Nach über zehn Jahren im Profigeschäft fällt mir dieser Schritt nicht leicht, doch die Prioritäten haben sich etwas verschoben“, erklärt Max Jaeger. „Für mich und meine Familie ist es jetzt eine perfekte Gelegenheit, die vieles einfacher macht.“
Drei Brüder im SGSH-Trikot
Bei der SG Schalksmühle-Halver trifft Max Jaeger auf seinen Zwillingsbruder Felix sowie erstmals auch auf seinen älteren Bruder Philipp. „Dass es jetzt so kurzfristig klappt, freut uns alle sehr“, so Jaeger. „Die Verantwortlichen haben mir sofort ein gutes Gefühl gegeben und alles dafür getan, dass der Wechsel klappt.“
Ausgebildet wurde der 1,89 Meter große Linksaußen in der Akademie des VfL Gummersbach. Stationen beim HSC 2000 Coburg, HC Erlangen und zuletzt bei der HSG Nordhorn-Lingen folgten. Nun soll er den SGSH Dragons im Kampf um den Klassenerhalt in der 3. Liga helfen.








