„Für eine endgültige Bilanz ist es zwar noch etwas zu früh, fest steht aber bereits: Unser Ziel, die 620.000 Kilometer aus dem Vorjahr zu übertreffen, haben wir locker erreicht“, freut sich David Hüsken, Radverkehrsbeauftragter der Kreisverwaltung. Insgesamt kamen bei der dreiwöchigen Stadttadeln-Aktion vom 1. bis 21. Mai im Ennepe-Ruhr-Kreis 740.501 „erradelte“ Kilometer zusammen und damit über 120.000 Kilometer mehr als 2023.
123 Tonnen weniger CO2 produziert
Momentan (Stand 4. Juni) belegt der Ennepe-Ruhr-Kreis unter allen deutschlandweit teilnehmenden Kommunen Platz 24. Spitzenreiter ist der Kreis Borken mit über 3,2 Millionen Kilometern, gefolgt vom Kreis Steinfurt mit mehr als 2,9 Millionen Kilometern. „Da der Aktionszeitraum in den bundesweit beteiligten mehr als 2800 Kommunen zu unterschiedlichen Zeiten läuft, wird allerdings erst Anfang Oktober feststehen, welchen Platz der Ennepe-Ruhr-Kreis und welche Plätze die Städte in der Gesamtrangliste belegen“, erläutert Hüsken mit Blick auf das Ranking.
Unabhängig davon stehe mit dem Klima bereits ein Gewinner des Wettbewerbs fest: Hätten die Stadtradler im Kreisgebiet die 740.501 Kilometer mit dem Auto statt dem Fahrrad zurückgelegt, wären 123 Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt.
Wittener waren am fleißigsten
Im Kreisgebiet haben die Wittener mit 1.144 aktiven Teilnehmern und 219.218 Kilometern den größten Beitrag geleistet, auf den Plätzen 2 und 3 liegen Hattingen (545 Radelnde / 136.153 Kilometer) und Sprockhövel (366 / 88.691).
Als fleißigstes unter allen Teams des Ennepe-Ruhr-Kreises führt das der Privaten Rudolf-Steiner-Schule aus Witten mit 301 Radlern und 32.153 Kilometern vor der ADFC Ortsgruppe Hattingen (65 Teammitglieder, 29.785 Kilometer) und dem Team „Aktiv-Praxis Dumke & Hestert und Freunde“ mit 105 Radelnden und 28.931 Kilometern.
Die kleinste der neun Kommunen des Ennepe-Ruhr-Kreises – die Stadt Breckerfeld – hat sich in diesem Jahr zum zweiten Mal an der Stadtradeln-Aktion beteiligt und ging mit zwei Teams an den Start: das „Offene Team Breckerfeld“ legte mit 19 Radlern in drei Wochen 161 Fahrten und dabei
3373 Kilometer zurück, das Team „Grüne Breckerfeld“ hat mit vier aktiv Radelnden bei 33 Fahrten
677 Kilometer zurückgelegt.
Nur noch die Hälfte aktiv dabei
In Summe wurden also von den Breckerfeldern 4050 Kilometer zugunsten des Klimas mit dem Rad gefahren. Was zunächst zwar gut klingt, doch waren es in diesem Jahr mit 23 Stadtradeln-Teilnehmern in der Hansestadt weniger als die Hälfte derer, die noch zur Premiere im vergangenen Jahr mitgemacht haben: 2023 nahmen 49 teil, dieses Mal nur 23. Logischerweise wurde dadurch auch nur die halbe Kilometerzahl geschafft: Statt der 9941 in 2023 eben „nur“ 4050. Nahezu unverändert blieb allerdings das Durchschnittsalter der teilnehmenden Radfahrer, das sich mit 52 statt 50 Jahren sogar noch leicht erhöht hat.

Stärker die Werbetrommel rühren
„Ich denke, wir müssen für die Stadtradeln-Aktion im kommenden Jahr unsere Kommunikationsstrategie verbessern und verstärkt die Werbetrommel rühren“, sagt Tim Buck, der beim Stadtmarketingverein unter anderem auch der Ansprechpartner fürs Stadtradeln ist, auf Anfrage von LokalDirekt. Das Ziel der Aktion sei es ja, mehr Menschen „vom Auto aufs Fahrrad zu bringen“ und natürlich auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass sich viele Wege genausogut klimaschonend mit dem Rad zurücklegen lassen: „Unser Ziel muss es daher sein, im nächsten Jahr mehr Breckerfelder kommunikationsmäßig ‚abzuholen‘ und zur Teilnahme am Stadtradeln 2025 zu motivieren.“ Und eventuell auch Schulen, Vereine und Unternehmen mit ins Boot respektive aufs Rad holen, um als Team für die Aktion des „Klima Bündnisses“ in die Pedale zu treten.
Alle Informationen rund ums Stadtradeln sowie die aktuellen Auswertungen finden Interessierte auf www.stadtradeln.de.









