Von Resignation keine Spur: Trotz schwieriger Umfragewerte für die SPD auf Bundesebene setzt der Breckerfelder Ortsverein auf neue Ideen, mehr Beteiligung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend, 29. Oktober, im „Haus Wengeberg“ standen neben der Neuwahl des Vorstands vor allem die politischen Vorhaben für die kommenden Jahre im Mittelpunkt.
Positive Bilanz und schwierige Haushaltslage
Ortsvereinsvorsitzender Peter Gerbothe blickte zunächst auf die zurückliegende Amtszeit zurück. Besonders das Ergebnis der vergangenen Kommunalwahl wertete er als Erfolg für die Breckerfelder SPD, an der Ortsverein mit seiner künftigen Arbeit anknüpfen wolle. Auch zahlreiche Veranstaltungen und persönliche Begegnungen hätten das Miteinander im Ortsverein gestärkt.
Mit Blick auf die kommunalpolitischen Aufgaben richtete Fraktionsvorsitzender Arno Förster den Fokus auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen. Die angespannte Finanzlage vieler Kommunen und schwierige Rahmenbedingungen auf Bundes- und Landesebene stellten auch die Hansestadt vor große Herausforderungen. Dennoch wolle die SPD eigene Akzente setzen. „Auch unter schwierigen finanziellen Bedingungen müssen wichtige Zukunftsprojekte möglich bleiben“, lautete die Botschaft.
Vorstand setzt auf Kontinuität
Bei den anschließenden Vorstandswahlen herrschte große Einigkeit: Alle Kandidatinnen und Kandidaten erhielten einstimmige Zustimmung, teilweise bei eigener Enthaltung. Gegenkandidaturen gab es nicht.
Peter Gerbothe bleibt Vorsitzender des Ortsvereins. Ihm stehen Sylvia Gerbothe und Jens Steinbach als Stellvertreter zur Seite. Monika Löcken übernimmt das Amt der Schriftführerin, Kirsten Ellinghaus bleibt Kassiererin.
Als Beisitzer gehören Arno Förster, Hans Jürgen Meier, Bettina Brennenstuhl, Maximilian Möller, Torsten Theiler, Werner Frühauf und Pierre Duckert dem Vorstand an.
Gerbothe dankte den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern für ihren Einsatz und ihr langjähriges Engagement. Auch finanziell sieht sich der Ortsverein gut aufgestellt. Kassiererin Kirsten Ellinghaus berichtete von einer geordneten Kassenlage.
SPD möchte neue Mitstreiter gewinnen
Für seine künftige politische Arbeit hat sich der Ortsverein einiges vorgenommen. Ein Schwerpunkt soll darauf liegen, neue Menschen für politische und gesellschaftliche Themen zu begeistern. Dabei möchte die SPD insbesondere junge Breckerfelder stärker ansprechen und zur Mitgestaltung ihrer Stadt ermuntern. Dafür plant der Ortsverein neue Projekte, Veranstaltungsformate und Beteiligungsmöglichkeiten.
Zugleich soll der gesellschaftliche Zusammenhalt stärker in den Blick rücken. Angesichts zunehmender Spannungen sei es wichtig, Menschen mit unterschiedlichen Meinungen und Lebenssituationen wieder stärker miteinander ins Gespräch zu bringen.
Dabei setzt die SPD ausdrücklich auf Offenheit: „Wer Ideen einbringen, sich engagieren oder gemeinsam etwas für Breckerfeld bewegen möchte, ist willkommen – auch ohne Parteibuch.“ Eine SPD-Mitgliedschaft sei keine Voraussetzung für die Mitarbeit an den geplanten Projekten.
Bürgerdialog soll regelmäßig stattfinden
Ein wichtiger Bestandteil der politischen Arbeit soll der unmittelbare Kontakt zu den Bürgerinnen und Bürgern bleiben. Daher soll zum einen das Gesprächsformat „Wo drückt der Schuh?“ fortgesetzt werden, bei dem Bürger ihre Anliegen, Probleme und Anregungen direkt mit Vertretern des Ortsvereins besprechen können. Zum anderen plant der Ortsverein, seine digitale Präsenz und Öffentlichkeitsarbeit auszubauen, um zusätzliche Möglichkeiten für Information, Austausch und Beteiligung zu schaffen.
Landtagswahl 2027 im Blick
Neben der Kommunalpolitik richtete sich bei der Versammlung der Blick auch bereits auf die Landtagswahl 2027. Der Ortsverein will die Landtagsabgeordnete Ina Blumenthal erneut unterstützen. Gemeinsam soll es gelingen, das Direktmandat zurückzugewinnen und „damit weiterhin eine starke sozialdemokratische Vertretung der Region im nordrhein-westfälischen Landtag zu sichern.“








