Mit einem Bürgerantrag wendete sich der langjährige CDU-Vorsitzende Axel Oehm an die aktuellen Akteure der Kommunalpolitik. Seinem Anliegen, dass die Stadtverwaltung die Einheitseiche sowie den Gedenkstein in Valbert unter Denkmalschutz stellt sowie die regelmäßige Pflege und Beflaggung übernimmt, folgten die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses am Montag, 26. Januar, nur teilweise.

Überregionale Nachrichten

Am 3. Oktober 1990 hatte die Junge Union Valbert rund um Axel Oehm eine Gedenkstätte zum Tag der Deutschen Einheit errichtet - bis heute die einzige im Meinerzhagener Stadtgebiet.

Lea Wember, Fachbereitsleiterin für den Bereich Stadtentwicklung, teilte zum Antrag mit: "Wir haben mit dem LWL [dem Landschaftsverband Westfalen Lippe, Anm. d. Red.] gesprochen und haben die Rückmeldung bekommen, das sowohl der Stein als auch die Eiche nicht unter Denkmalschutz gestellt werden können." Trotzdem zeigte sich Bürgermeister Jan Nesselrath zuversichtlich: "Wir könnten uns gut vorstellen, dass man den Punkten zwei und drei nachkommt. Das könnte man sich als Stadt gut vorstellen."

Zustimmung auch aus der Politik

Auch die Ratsfraktionen äußerten zu dem Vorgehen, für das die genauen Zuständigkeiten jedoch noch abgeklärt werden müssen, ihre Zustimmung. "Ich finde den Vorschlag eine gute Sache, die CDU Meinerzhagen hat bis zum Jahr 2019 die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit dort stattfinden lassen. Dass man den Tag der Deutschen Einheit gemeinsam feiert, finden wir als CDU wichtig", führte der Fraktionsvorsitzende Thorsten Stracke an. Auch Christian Schön (FDP) "sieht nichts, was dagegen sprechen würde".

Die nachfolgende Abstimmung wurde zweigeteilt. Aufgrund der Antwort des LWL lehnten die Ausschussmitglieder weitere Beratungen über den Denkmalschutz einstimmig ab, empfahlen dem Rat jedoch bei zwei Enthaltungen einstimmig die regelmäßige Beflaggung und Reinigung durch die Stadt.