Die Firma Otto Fuchs unterzeichnete am 21. Januar in Anwesenheit des nordrhein-westfälischen Arbeits- und Sozialministers Karl-Josef Laumann die Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege und will damit ein klares Zeichen für die Unterstützung pflegender Beschäftigter setzen.

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Die Unterzeichnung fand am Standort des Unternehmens in Meinerzhagen statt und markiert den offiziellen Beitritt zum Landesprogramm Nordrhein‑Westfalens. Auch Landrat Ralf Schwarzkopf, der die Charta ebenfalls unterzeichnete, sowie Bürgermeister Jan Nesselrath nahmen am Termin teil. Ihre Teilnahme sei ein Hinweis auf die enge Zusammenarbeit zwischen Land, Kreis und Kommune sowie das gemeinsame Ziel, die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege in der Region zu stärken, schreibt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

Ein starkes Signal für die Region im demografischen Wandel

Karl-Josef Laumann, nordrhein-westfälischer Arbeits- und Sozialminister, betonte die Bedeutung des Engagements: „Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und eines Arbeits- und Fachkräftemangels ist es wichtig, dass sich Erwerbstätigkeit und Pflege von Angehörigen unter einen Hut bringen lassen. Viele Unternehmen haben die Bedeutung dieses Themas erkannt. Dafür ist die Otto Fuchs KG als größter Arbeitgeber im Märkischen Kreis das beste Beispiel. Die handfeste Unterstützung der eigenen Beschäftigten, ob in Produktion oder Verwaltung, wenn zusätzlich zum Beruf Angehörige gepflegt werden, ist vorbildlich. Mit der Teilnahme am Landesprogramm reiht sich die Otto Fuchs KG in die landesweit wachsende Zahl von Betrieben und Organisationen ein, die sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege engagieren. Auch der Beitritt des Märkischen Kreises zum Programm ist ein starkes Signal in die Region. Damit schließt er sich dem ebenfalls wachsenden Kreis der Kommunen in unserem Programm an, die sich Vereinbarkeit besonders auf die Fahne schreiben.“

Philipp Jungermann (BGM), Nina Fiedler (stv. Betriebsratsvorsitzende), Maik Stern (Betriebsratsvorsitzender), Marcus Koch (Teil der GL, Leiter HR Global), Andreas Engelhardt (PhG), Karl-Josef Laumann (nordrhein-westfälischer Arbeits- und Sozialminister), Ralf Schwarzkopf (Landrat des Märkischen Kreises), Jan Nesselrath (Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen), Dr. Walter Stadlbauer (CEO) (v. l.)
Foto: Julia Prillwitz / Otto Fuchs

Otto Fuchs stärkt Unternehmenskultur und Zukunftsfähigkeit

Mit der Teilnahme am Landesprogramm setze die Firma Fuchs ihren Kultur- und Werteentwicklungsprozess fort und bekräftige ihre Rolle als verantwortungsvolle Arbeitgeberin in der Region, heißt es in der Pressemitteilug. Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafter, erklärte: „Wir begrüßen den Besuch von Minister Laumann und die Unterzeichnung der Charta zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sehr. Die Unterstützung unserer Mitarbeitenden in herausfordernden Lebenssituationen ist uns ein besonderes Anliegen und Ausdruck einer Unternehmenskultur, die auf Zusammenhalt, Verantwortung und gegenseitigem Vertrauen basiert. Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie stark wir werden, wenn wir im Konsens handeln und gemeinsam Lösungen entwickeln. Mit der Teilnahme am NRW-Landesprogramm gehen wir diesen Weg konsequent weiter: Wir schaffen Rahmenbedingungen, die den Menschen in den Mittelpunkt stellen und zugleich unsere Zukunftsfähigkeit stärken. Dass heute neben Minister Laumann auch Landrat Ralf Schwarzkopf und Bürgermeister Jan Nesselrath anwesend sind, unterstreicht die enge und verlässliche Zusammenarbeit in unserer Region. Gemeinsam arbeiten wir daran, Fortschritt praktisch und im Sinne der Menschen zu gestalten – für unsere Belegschaft, für ihre Familien und für ein Arbeitsumfeld, das trägt.“

Regionale Verantwortung – gemeinsam getragen

Ralf Schwarzkopf, Landrat des Märkischen Kreises, der die Charta ebenfalls unterzeichnete, hob die Bedeutung der Initiative hervor: „Beruf und Pflege unter einen Hut zu bringen, ist für viele Menschen eine tägliche Herausforderung. Eine Herausforderung, die sie oft leise, aber mit enormer persönlicher Belastung meistern. Umso wichtiger ist es, dass Unternehmen nicht wegschauen, sondern – wie hier beispielhaft Otto Fuchs – Verantwortung übernehmen. Die Unterzeichnung dieser Charta ist ein klares Bekenntnis: Wir sehen die Menschen hinter den Arbeitsverträgen." Besonders beeindruckend sei es, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege konkret gelebt werde –mit Verständnis in schwierigen Lebensphasen und einer Unternehmenskultur, die Rücksicht als Stärke begreift. Die positiven Beispiele aus dem Arbeitsalltag zeigten, dass wirtschaftlicher Erfolg und Menschlichkeit kein Widerspruch seien, so Schwarzkopf. "Dass auch Minister Laumann vor Ort ist, unterstreicht die Bedeutung dieses Themas. Pflege betrifft uns als Gesellschaft insgesamt und wird uns in Zukunft noch stärker fordern. Wer jetzt handelt, übernimmt Verantwortung für seine Beschäftigten und setzt ein tolles Signal für andere. Dieses Engagement verdient Anerkennung – und Nachahmer.“

Austausch und Einblicke in die Produktionsbereiche

Im Anschluss an die Gesprächsrunde und die Übergabe der Charta führte die Geschäftsführung die Gäste durch zwei Produktionsbereiche des Unternehmens. Dabei besuchten sie die Bereiche Automotive sowie Luft- und Raumfahrt und erhielten einen unmittelbaren Eindruck von den technischen Schwerpunkten und Arbeitsabläufen bei Fuchs.

Jan Nesselrath (Bürgermeister der Stadt Meinerzhagen), Arne Wiemer (COO Aerospace), Andreas Engelhardt (PhG), Karl-Josef Laumann (nordrhein-westfälischer Arbeits- und Sozialminister), Ralf Schwarzkopf (Landrat des Märkischen Kreises), mit Mitarbeitenden der Fertigung Aerospace
Foto: Julia Prillwitz / Otto Fuchs

Über die Firma Otto Fuchs

Die im Jahr 1910 gegründete Otto Fuchs Kommanditgesellschaft ist nach eigener Angabe ein führendes, international tätiges Unternehmen der Metallindustrie. Die Geschäftsbeziehungen sind weltweit, wobei die Kunden insbesondere Unternehmen der Luft- und Raumfahrt-, Automobil- sowie Bauindustrie sowie der Industrietechnik sind.

Auf eigener Werkstoffbasis fertigt Fuchs hochwertige Halbzeuge und Endprodukte, hauptsächlich metallurgisch anspruchsvolle Schmiedeprodukte, Strangpresserzeugnisse und gewalzte Ringe aus Aluminium-, Magnesium-, Kupfer-, Titan- und Nickellegierungen, die die Kunden dort einsetzen, wo es auf Sicherheit, Leichtbau, Zuverlässigkeit und Lebensdauer ankommt. Zur Otto-Fuchs-Gruppe gehören Tochterfirmen in Deutschland, Ungarn, USA und China.