Der Halveraner Grundschule fehlte es bis vor kurzem vor allem an einer Sache: Platz. Der ist mithilfe der neuen Container auf dem Schulgelände nun vorhanden. Vor gut zwei Wochen wurden sie per Kran angeliefert und aufgestellt, nun sind sie – „just in time“, wie Schulleiter Daniel Riegel im Gespräch mit LokalDirekt betont, bereit für Schüler und Lehrer.
Durch das zusätzliche Raumangebot entspannt sich auch die Raumsituation im Schulgebäude: Aus zwei Zimmern der ehemaligen OGS entstanden zwei neue Klassenräume, im Gegenzug erhielt die OGS zwei neue Räume hinzu, die bis dato für den Förderschulunterricht genutzt wurden. Und nicht nur das: Darüber hinaus wird der OGS ab sofort noch ein weiterer Raum im Pavillon auf dem Schulgelände zur Verfügung stehen – der sogenannte „Dschungel“, der fortan als Bastel- und Ruheraum dienen soll.

Von den beiden Räumen, die durch den Umzug der OGS frei geworden sind, werden vor allem die neuen Erstklässler profitieren: An dieser Stelle wurden zwei frisch renovierte und modern ausgestattete Klassenräume für die diesjährigen Schulanfänger geschaffen.

Durch den Umzug bekommt die OGS nun Zugang zu einer zweiten Küche, da die neuen Räume direkt an die Lehrküche angrenzen. Hierdurch konnte eine zweite Essensausgabe und eine Mensa geschaffen werden, sodass sich die Wartezeit in der Schlange verkürzen wird.

In den neuen Containern wird fortan der Förderunterricht, der von der Schule für alle vier Jahrgänge angeboten und in kleinen Gruppen abgehalten wird, stattfinden. „Es war mir wichtig, dass die Container nicht als reguläre Klassenräume, sondern ausschließlich für den Förderunterricht genutzt werden“, erklärt Daniel Riegel. Sehen lassen können sich die neu geschaffenen, hellen Räume aber trotzdem.

Die Erweiterung des Platzangebots resultiert laut Schulleiter Riegel vor allem aus den gestiegenen Anmeldezahlen. „Durch die geburtenstarken Jahrgänge ist die Anzahl der Schulanmeldungen im gesamten Stadtgebiet deutlich angestiegen“, erklärt er im Gespräch weiter.

Durch die Container und die neue Raumaufteilung ergeben sich laut Riegel ganz neue Chancen: „Wir konnten durch die Container nicht nur die Nutzung der vorhandenen Räume optimieren, sondern auch ganz neue Rückzugs- und Unterrichtsmöglichkeiten für unsere Inklusions- und Förderkinder schaffen.“

Der Großteil der Renovierungen sowie das Aufstellen und Einrichten der Container erfolgte übrigens während der Sommerferien: „Es ist viel passiert in den letzten sechs Wochen.“
Jetzt sei man aber, wie er weiter betont, „bereit für ein neues Schuljahr und die neuen Erstklässler.“
Im Vorfeld hatte die Anschaffung der Schulcontainer für Diskussionsstoff in den politischen Reihen gesorgt – Die wichtigste Frage: kaufen oder mieten? Im Februar hatte der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen in einer Sondersitzung entschieden, die Container zu mieten. Kostenpunkt: 130 000 Euro, plus 20 000 Euro für den Teilabriss der alten Anlage.
Darüber hinaus hatte zuletzt FDP-Vorsitzender Sascha Gerhardt noch im April betont, die Container seien für ihn eine „Übergangslösung“









