Wenn auch die Haushaltsrede von Kämmerer Simon Thienel krankheitsbedingt ausfallen musste, konnte Bürgermeister Michael Brosch den Haushaltsvorschlag der Verwaltung für das kommende Jahr einbringen. In seiner Rede stellte er die Herausforderungen dar, die die kommenden Jahre mit sich bringen. Aktuell rechnet er mit einem Defizit in Höhe von 3,1 Millionen Euro im kommenden Jahr – LokalDirekt berichtet.
Im Rahmen der Debatte um den Neubau des Baubetriebshofes teilte Brosch mit, dass im Januar ein Besuch auf dem Bauhof der Stadt Sprockhövel stattfindet. Dieser ist im vergangenen Jahr fertig gestellt worden und kostete 2,6 Millionen Euro ohne Nebenkosten – ein Preisrahmen, der vor allem für die CDU deutlich besser klingt als die aktuell veranschlagte Summe von rund 10 Millionen Euro für einen neuen Baubetriebshof in Halver.
Auf Kurs Neubau beziehungsweise Sanierung sind auch die Straßen der Stadt. Fast drei Millionen Euro werden hierfür im Haushaltsplan für 2025 angesetzt. Saniert werden sollen innerorts die Lohstraße, Weißenpferd, Sternberger Straße und in insgesamt drei Bauabschnitten die Elberfelder Straße. Außerorts investiert die Stadt in den Schröders Herwegs, die Hartmecke, Im Sumpf sowie Edelkirchen. Weitere drei Millionen Euro werden für die Beseitigung von Flutschäden an Straßen in Oberbrügge-Ehringhausen eingeplant.
CDU beantragt Wahllokal in Schwenke
Die CDU-Fraktion hat beantragt, für die Bundestagswahl ein zusätzliches Wahllokal in Schwenke einzurichten. Fraktionsvorsitzender Marvin Schüle sah gleich mehrere gute Gründe dafür: Sowohl das möglicherweise schlechte Wetter im Februar und die damit einhergehende schlechte Erreichbarkeit der Wahllokale aus dem zweitgrößten Ortsteil heraus als auch eine Förderung der Wahlbeteiligung führte er in seinem Antrag an. Aufgrund der Kurzfristigkeit des Antrages hat dieser es nicht mehr auf die Tagesordnung geschafft, lag jedoch trotzdem allen Ratsmitgliedern als Ausdruck vor. Bürgermeister Michael Brosch machte den Kompromissvorschlag, dies für die darauffolgende Bundestagswahl (vermutlich im Jahr 2029) zu prüfen, aktuell bleibt die Verwaltung jedoch bei ihrer Meinung, in Schwenke kein eigenes Wahllokal einzurichten. Dies wurde von Brosch unter anderem mit der kurzen Frist bis zur anstehenden Wahl im Februar begründet.
Als Nachfolge für den mittlerweile in Rente befindlichen Pfarrer Christoph Dickel als Vertreter der evangelischen Kirche im Ausschuss für Bildung und Jugend wurde von den Ratsmitgliedern auf Vorschlag der landeskirchlichen Gemeinde der Gemeindereferent Carsten Waldminghaus einstimmig gewählt.
Eine weitere Personalie war die Ernennung von Uwe Heinz Herbert Crepon als Ersatz für den aus persönlichen Gründen zurückgetretenen Schiedsmann Christian Dicke. Der studierte Jurist hat einen Großteil seines Berufslebens in verschiedenen Personalabteilungen verbracht und schon dort lieber im persönlichen Gespräch als vor Gericht Probleme gelöst. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand möchte er „der Gesellschaft etwas zurückgeben“, wie er es in seiner Bewerbung formulierte. Die ehrenamtliche Tätigkeit hat er unter anderem als ehrenamtlicher Richter am Landesarbeitsgericht kennen gelernt.









