Beim Heimatverein Halver ist am Dienstagabend (3. November) eine Ära zu Ende gegangen. Nach 29 Jahren als Taktgeber im Verein hat Peter Bell den Vorsitz abgegeben. Einstimmig sprach sich die Versammlung für Roland Pregitzer als Nachfolger aus.

Nach fast drei Jahrzehnten an der Spitze des wirkungsstarken Vereins stand die Hauptversammlung am Dienstag im Zeichen dieses Wechsels. Dass der Diplom-Ingenieur für Druck und frühere Herausgeber des Allgemeinen Anzeigers nicht mehr für das Amt kandidieren würde, hatte er im Vorfeld angekündigt.

2022 hatte er es von seinem Vorgänger Wilhelm Helbert übernommen. Seit 1997 hatte er die Arbeit des Vereins und damit auch des Heimatmuseums mitbestimmt, auch den räumlichen Neuaufbau in der Villa Wippermann mitverantwortet.

Als Ehrenmitglied weiter eingebunden

Meike Schmidt, stellvertretende Vorsitzende und ebenfalls einstimmig im Amt bestätigt, würdigte Bells Leistung für die Stadt Halver, die er in Beruf und seiner Leidenschaft als Fotograf über Jahrzehnte begleitet hat. Der Vorschlag, ihn zum Ehrenmitglied zu ernennen, bedurfte keiner Diskussion. Abtauchen wird Bell jedoch nicht: Um den stark frequentierten Ostereiermarkt werde es sich auch weiterhin kümmern, so auf Nachfrage Jens Gronemeyer, der weiter Geschäftsführer des Vereins bleibt.

Auch über den Wechsel des Vorstands hinaus blieb aber die Hauptversammlung alles andere als langweilig. Für rund 30 Mitglieder (Jahresbeitrag ab 18 Euro) ging es um den Betrieb des Aussichtsturms, der mehr als 550 Besucher zählte, wie Gronemeyer berichten konnte, der für das Wahrzeichen der Stadt im Verein federführend zeichnet.

Pregitzer selbst als neuer erster Mann des Vereins verwies auf die Bedeutung der Arbeit in der Villa Wippermann, in der Jana Eilhardt die Fäden zieht.

Villa Wippermann im Fokus

Die Ausstellungsorganisatorin lieferte einen Rückblick auf Ausstellungen, die neu ins Programm aufgenommen worden waren, aber auch auf die Dauerprojekte wie das Zeitungsmuseum mit Zugriff auf mehr als ein Jahrhundert und damit über 200.000 gescannte und recherchierbare Zeitungsseiten des Allgemeinen Anzeigers – ein Projekt, an dem neben ihr und Bell heimatbegeisterte Halveraner mitgewirkt und mitgespendet hatten.

Wie der Verein tatsächlich arbeitet, zeigte sich am schönsten aber vielleicht zum Schluss des offiziellen Teils: beim Möbelrücken. Denn am Folgetag war wieder großes Theater für Kinder: Kamishibai. Die Stühle mussten verräumt werden. Alle packten an.

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