Warten auf die rote Ente. Es dauerte ein wenig, bis der 2 CV aus dem Hause Citroen auf dem Rathausplatz eintrudelte. Danach war das Teilnehmerfeld der 17. Oldtimer-Rallye des Lions Förderverein Lüdenscheid-Lennetal am Sonntag komplett. Neben den Neufahrzeugen der Autoschau stand viel gepflegtes Blech. Es ließ die Herzen der Oldtimer-Freundinnen und -Freunde höher schlagen. Ein knallroter Golf II, der erste Volkswagen, der ab August 1983 auf eine automatische Fertigung durch Industrieroboter ausgelegt wurde. Glänzende Augen beim Betrachter. „So einen möchte ich auch wieder haben“, sagt der Vater zur kleinen Tochter. Wer träumt nicht von einem Auto ohne jeglichen Schnickschnack.
Solche Fahrzeuge gab’s am Sonntag reichlich zu sehen. 75 Teams hatten sich für die rund 100 Kilometer lange Tour durchs südliche Sauerland angemeldet. Start war auf dem Gelände der Firma GUH Alberts in Herscheid, Ziel der Rathausplatz in Lüdenscheid.
Auch der Wagen mit der Startnummer 31 erreichte das Ziel ohne Probleme. Der Mercedes Benz 170 S-V, Baujahr 1947, war das älteste Fahrzeug im Starterfeld.
Porsche, Ford Mustang, Citroen DS oder ein BMW 1502 aus dem Jahr 1973 – der ganze Oldie-Adel gab sich auf dem Rathausplatz ein Stelldichein.
Lockere Stimmung bei trockenem, also bestem Oldtimer-Wetter, die Fahrerinnen und Fahrer entspannt. Für sie sind ihre Oldtimer nicht nur ein Fortbewegungsmittel. Sie bedeuten ein Stück Kulturgut mit dem sie sich Erinnerungen an die Kindheit und Jugend in die Gegenwart gerettet haben.
Mit ihrer Teilnahme an der Rallye sammeln die Fahrerinnen und Fahrer nicht nur Kilometer, sondern auch Geld, das anschließend gespendet wird. Der Reinerlös der Veranstaltung geht in diesem Jahr wieder an das Lüdenscheid Hospiz Amalie-Sieveking-Haus.
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