600 Beschäftigte machen Druck: „Wir nehmen uns, was uns zusteht"
Mehr als 1000 Metaller haben am Dienstag, 3. November, im Märkischen Kreis die Arbeit niedergelegt. Rund 600 von ihnen demonstrierten lautstark in Lüdenscheid auf der Straße und machten deutlich, was sie fordern: Fünf Prozent mehr Entgelt und sichere Arbeitsplätze.
Mehr Geld für ein Leben neben der Arbeit
„Eine Tankladung weniger, ein Besuch im AquaMagis im Monat weniger" – mit diesen Beispielen machte Fabian Ferber, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Märkischer Kreis, deutlich, worauf die Forderung nach fünf Prozent mehr Entgelt abzielt. Die Beschäftigten müssten sich trotz steigender Lebenshaltungskosten auch künftig alltägliche Dinge und Freizeitaktivitäten leisten können. „Wir leben nicht, um zu arbeiten, sondern wir arbeiten, um zu leben“, brachte Ferber die Haltung der Beschäftigten auf den Punkt.
Keine Abstriche bei erkämpften Leistungen
Die Beschäftigten betonten, dass sie den Sozialstaat mitfinanzierten und nicht bereit seien, bereits erkämpfte Leistungen wie Weihnachts- und Urlaubsgeld aufzugeben. Sie signalisierten Gesprächsbereitschaft und machten gleichzeitig ihre Entschlossenheit deutlich: „Wir nehmen uns das, was uns zusteht" – Sicherheit und ein angemessenes Entgelt.
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Gewerkschaft droht mit weiterer Eskalation
Seit dem 1. November ist die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie beendet. Damit sind Warnstreiks möglich, mit denen die IG Metall den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen will. Die Gewerkschaft fordert fünf Prozent mehr Entgelt. Ein entsprechendes Angebot der Arbeitgeberseite blieb bislang aus. Bereits vor der Kundgebung hatte Fabian Ferber angekündigt, dass die Gewerkschaft ihre Proteste weiter verschärfen werde, sollte die Arbeitgeberseite den Forderungen nicht nennenswert entgegenkommen.
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