Bei der Erneuerung der Stromversorgung im Schwelmer Kreishaus ist es am Sonntag, 25. Oktober, zu unvorhergesehenen technischen Problemen gekommen. Während laufender Arbeiten an der abgeschalteten 10-kV-Station, die den Strom in das Gebäude einspeist, fiel das Notstromaggregat des Kreishauses aus.
Leitstelle blieb dank Batterieversorgung in Betrieb
Seit Samstag, 24. Oktober, erneuert die Kreisverwaltung die Stromversorgung im Kreishaus. Dafür schalteten Techniker die 10-kV-Station ab, über die das Gebäude seinen Strom bezieht. Zunächst lief die Umschaltung auf Notstrom problemlos. Nach rund 20 Stunden fiel jedoch die Steuerung des etwa 13 Jahre alten Aggregats aus. Auch das bereitstehende Ersatzgerät ließ sich nicht direkt zuschalten. Da ein bereitstehendes Ersatzaggregat nicht unterbrechungsfrei eingesetzt werden konnte, war das Kreishaus für rund eineinhalb Stunden ohne Strom.
In der Folge fiel eine Vielzahl technischer Systeme aus. Eine über Batterien gesicherte unterbrechungsfreie Stromversorgung machte es allerdings möglich, den Betrieb der Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst aufrechtzuerhalten sowie die Server der Kreisverwaltung geregelt herunterzufahren. Die Stromversorgung des Kreishauses konnte dann mit einem mobilen Aggregat der AVU wieder hergestellt werden.
Ausfall war nicht vorhersehbar
Ingo Niemann, Pressesprecher der Kreisverwaltung, betont, dass im Vorfeld der Arbeiten alle wichtigen Komponenten an den Aggregaten gewartet und überprüft worden seien: „Mit dem Ausfall der Steuerung bei dem ersten Aggregat war damit nicht zu rechnen. Gleiches gilt für die Probleme beim Zuschalten des zweiten Aggregats.“
Nach dem Ausfall überprüfte die Kreisverwaltung ihre technischen Anlagen und die IT-Infrastruktur. Nach bisherigem Stand sind keine Schäden entstanden, alle Systeme funktionieren wieder. Ein mobiles Aggregat der AVU versorgt das Kreishaus derzeit mit Strom.
Für den Notfall hält die Kreisverwaltung zusätzlich ein kleineres Aggregat bereit. Sollte es zum Einsatz kommen, müsste sie den Stromverbrauch weiter reduzieren. Vorrang hätten dann die Leitstelle und die IT-Server. Deshalb sollen Beschäftigte bis auf Weiteres nur Geräte nutzen, die sie für ihre Arbeit tatsächlich benötigen.
Stromverbrauch bleibt vorerst begrenzt
Nach dem Ausfall überprüfte die Kreisverwaltung ihre technischen Anlagen und die IT-Infrastruktur: Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keine Schäden, alle Systeme seien funktionsfähig. Dank des AVU Aggregats habe die Kreisverwaltung damit ihren Dienstbetrieb am Montag aufnehmen können. Sollte auch das AVU-Aggregrat ausfallen, halte die Kreisverwaltung inzwischen noch ein kleineres Aggregat „in der Hinterhand“. Falls dieses zum Einsatz kommen müsste, müsste der Stromverbrauch im Kreishaus allerdings weiter reduziert werden. Priorität hätten dann insbesondere die Leitstelle und die Server der IT.
Um die Stromversorgung möglichst stabil zu halten, ist es aktuell erforderlich, den Stromverbrauch im Kreishaus auf das notwendige Maß zu begrenzen: „Die Beschäftigten sind deshalb aufgefordert, nur elektrische Geräte zu betreiben, die dienstlich tatsächlich notwendig sind“, erklärt Niemann.
Das AVU-Aggregat steht wegen der vorhandenen Zugänge direkt vor dem Kreishaus an der Hauptstraße. „Die Kreisverwaltung bittet Anwohner wegen der anhaltenden Geräusche um Verständnis und entschuldigt sich für die Lärmbelästigung“, erklärt der Pressesprecher. Derzeit sei geplant, die Stromversorgung des Kreishauses am Mittwochnachmittag wieder von Not- auf Netzstrom umzustellen.








