Zwölf Monate, zwölf historische Einblicke in die Geschichte Meinerzhagens: Der neue Heimatkalender der Stadtwerke Meinerzhagen und der Sparkasse Kierspe/Meinerzhagen ist ab sofort erhältlich. Gemeinsam mit dem Heimatverein haben die beiden Institutionen erneut einen Kalender zusammengestellt, der die Stadt aus vergangenen Zeiten zeigt.
Rund 10.000 historische Aufnahmen zur Auswahl
„Wir bieten wie jedes Jahr den historischen Kalender an“, erklärt Frank Brüggendieck vom Heimatverein Meinerzhagen. Die Organisation wechselt dabei jährlich zwischen dem Heimatverein, der Sparkasse und den Stadtwerken. In diesem Jahr übernahmen die Stadtwerke die Federführung.
Für die inhaltliche Gestaltung ist der Heimatverein zuständig. Aus einem stetig wachsenden Fundus von mittlerweile rund 10.000 historischen Aufnahmen werden jedes Jahr zwölf Motive ausgewählt. „Wir schauen, welche Bilder uns gefallen und welche in den vergangenen Jahren noch nicht verwendet wurden“, erklärt Brüggendieck. Gemeinsam mit seinem Kollegen Ulrich Beaupain sichtet er die Bilder und trifft eine Vorauswahl. Anschließend verfasst Brüggendieck die begleitenden Texte.
Die diesjährige Ausgabe zeigt Aufnahmen aus den 1920er- bis 1960er-Jahren. Dabei werden auch Veränderungen im Stadtbild sichtbar. „Da sind teilweise Häuser drauf, die heutzutage gar nicht mehr stehen – manche Orte erkennt man allerdings noch gut wieder“, berichtet Brüggendieck. Gedruckt wird der Kalender wie gewohnt von der Druckerei Groll.
Besonders angetan hat es Brüggendieck das Dezembermotiv: „Ich mag den Dezember mit dem Schnee unwahrscheinlich gern.“ Aber auch die Bilder der Monate Mai und August zählen zu seinen Favoriten. „Im August sieht man die halbfertige Brücke, die mittlerweile Baudenkmal ist. Und der Mai zeigt den Kapellenweg – die Straßenführung hat sich in 100 Jahren nicht verändert.“
Insgesamt 1600 kostenlose Exemplare erhältlich
Der Heimatkalender liegt ab sofort kostenlos bei den Stadtwerken Meinerzhagen und der Sparkasse Kierspe/Meinerzhagen aus. Beide Institutionen haben jeweils 800 Exemplare drucken lassen.
Zusätzlich verteilt die Sparkasse den Kalender anlässlich des Weltspartags am 29. und 30. Oktober. Auch in Valbert und Rönsahl werden Exemplare ausgelegt. „Wir werden sie auch eine ganze Zeit danach noch auslegen“, erklärt Alica Brück, Marketingmitarbeiterin der Sparkasse Kierspe/Meinerzhagen.
Eine weitere Gelegenheit, sich einen Kalender zu sichern, bietet der Meinerzhagener Weihnachtsmarkt am 5. und 6. Dezember. Dort verteilen die Stadtwerke gemeinsam mit dem Kindergarten St. Martin weitere Exemplare.
Heimatkalender sind begehrte Sammlerstücke
Dass der Kalender bei den Meinerzhagenern gut ankommt, zeigt sich jedes Jahr aufs Neue. „Die Nachfrage ist groß“, berichtet Brück. Michael Berkenkopf, Geschäftsführer der Stadtwerke Meinerzhagen, rechnet auch diesmal damit, dass die Exemplare schnell vergriffen sein werden: „Bis zum Jahreswechsel haben wir wahrscheinlich wieder keine mehr.“
Für manche Bürger ist der Heimatkalender längst mehr als ein praktischer Jahresbegleiter. Sie sammeln die verschiedenen Ausgaben und bewahren damit ein Stück Meinerzhagener Stadtgeschichte auf. Auch ältere Exemplare sind deshalb weiterhin gefragt. „Wir bekommen bei Haushaltsauflösungen manchmal auch ältere zurück, die werden dann gerne auch von den Sammlern genommen“, erzählt Brüggendieck.









