Große Namen sind bei den Literaturtagen gang und gäbe. Mit Lena Schätte kommt einer hinzu. Die Autorin aus Altena wurde erst vor wenigen Wochen mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet – einem der renommiertesten Literaturpreise im deutschsprachigen Raum.
Lesung aus geehrtem Werk
Am Freitag, 6. November, ist Lena Schätte Gast der Literaturtage, die die Buchhandlung Schmitz und die Stadtbücherei organisieren. Nach der Preisverleihung Ende Juni im österreichischen Klagenfurt reagierte Wolfgang Schmitz sofort und lud die frisch gekürte Preisträgerin nach Meinerzhagen ein. Sie wird in der Aula des Evangelischen Gymnasiums aus ihrem Roman „Das Schwarz an den Händen meines Vaters“ lesen, aus dem Werk, für das sie geehrt worden ist.
Lena Schätte wurde 1993 in Lüdenscheid geboren, wuchs in der Region auf und arbeitete als Psychiatrie-Krankenschwester im Ruhrgebiet. 2020 studierte sie Literarisches Schreiben in Leipzig. „Heute betreut sie suchtkranke Menschen in Lüdenscheid – und schreibt“, heißt es im Flyer zur Lesung.
Der Roman trägt autobiografische Züge, erzählt von ihrem Vater, der als Fabrikarbeiter alkoholkrank war und schließlich an Krebs erkrankte. Das „Schwarz an den Händen“ ist ein Hinweis auf den harten Alltag der Malocher. Die Ich-Erzählerin, von ihrem Vater „Motte“ genannt, kämpft selbst gegen die Alkoholsucht. Sie sucht nach einem Weg, sich zu befreien, vom Vater und vom Alkohol.
In ihrem Roman beleuchtet Lena Schätte Arbeiterkultur, das Problem des Alkoholismus und die Co-Abhängigkeit, aber auch die ambivalente Vater-Tochter-Beziehung zwischen kindlich-spielerischer Leichtigkeit und schwerer Krankheit. Für Literaturkritikerin Elke Heidenreich ist es ein Buch, das sie „nicht mehr aus der Hand legen“ konnte. „Das zerreißt einem das Herz beim Lesen“, urteilte sie.
Termin: Freitag, 6. November 2026, 19.30 Uhr.
Ort: Aula, Evangelisches Gymnasium
Vorverkauf: Buchhandlung Schmitz und Stadtbücherei Meinerzhagen: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro.









