Kindern, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein stabiles Zuhause zu geben – dafür sucht der Pflegekinderdienst des Märkischen Kreises kontinuierlich neue Pflegefamilien. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg beginnt am Samstag, 21. Februar: Dann startet in Kooperation mit dem Haus St. Josef in Lüdenscheid ein neuer Bewerberkurs für Adoption, Dauer- und Bereitschaftspflege.
Vorbereitung auf eine verantwortungsvolle Aufgabe
Der Kurs richtet sich an Paare und Familien, die sich vorstellen können, ein Pflegekind dauerhaft aufzunehmen. Ziel ist es, angehende Pflegeeltern intensiv auf die Herausforderungen des Alltags vorzubereiten. „Durch intensive Gespräche und ein vorbereitendes Seminar prüfen wir gründlich, ob jemand als Pflegeperson geeignet ist“, erklärt Inge Hellwig vom Pflegekinderdienst. Gleichzeitig biete der Kurs die Möglichkeit, sich realistisch mit den Rahmenbedingungen sozialer Elternschaft auseinanderzusetzen.
Für die Bewerbung zwingend notwendig ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis, ein ärztliches Attest sowie Einblicke in das Wohnumfeld und die finanzielle Situation.
Inhalte des Bewerberkurses
Im Mittelpunkt des Kurses stehen unter anderem rechtliche Fragen, die Zusammenarbeit mit Jugendamt, Vormündern und Gerichten sowie die Bindungsentwicklung von Pflegekindern. Thematisiert werden außerdem mögliche Verhaltensauffälligkeiten infolge von Vernachlässigung, Gewalt oder Missbrauch, die Bedeutung der Herkunftsfamilie und der Austausch mit erfahrenen Pflegeeltern.
Steigender Bedarf an Pflegefamilien
Aktuell betreut der Pflegekinderdienst des Märkischen Kreises rund 140 Pflegekinder. Allein im Jahr 2024 mussten 49 Kinder im Alter von null bis 17 Jahren in Obhut genommen werden – mit steigender Tendenz. Der Großteil der Kinder, die bei Pflegefamilien untergebrachten werden, sind zwischen null bis sechs Jahre alt. „Viele bringen belastende Erfahrungen mit, die besondere Sensibilität und Geduld erfordern“, betont Inge Hellwig.
Umso wichtiger sei es, die Kinder individuell und passgenau zu ihren Bedürfnissen an verantwortungsbewusste und lebensbejahende Pflegeeltern zu vermitteln. „Die Chemie muss stimmen“, sagt Hellwig. Deshalb gebe es vor einer Vermittlung eine Anbahnungsphase, in der sich Kinder und Pflegeeltern in einem neutralen, geschützten Raum Schritt für Schritt kennenlernen können.
Passgenaue Vermittlung und enge Begleitung
Umso wichtiger sei es, die Kinder individuell und passgenau zu ihren Bedürfnissen an verantwortungsbewusste und lebensbejahende Pflegeeltern zu vermitteln. „Die Chemie muss stimmen“, sagt Hellwig. Deshalb gebe es vor einer Vermittlung eine Anbahnungsphase, in der sich Kinder und Pflegeeltern in einem neutralen, geschützten Raum Schritt für Schritt kennenlernen können. Auch nach der Aufnahme bleibt der Pflegekinderdienst eng eingebunden: Regelmäßige Hausbesuche, moderierte Kontakte zur Herkunftsfamilie, Supervision sowie Freizeit- und Entlastungsangebote gehören zur Begleitung.
Informationen und Kontakt
Wer Interesse am Bewerberkurs oder an einer Tätigkeit als Pflegeeltern hat, kann sich per E-Mail an
wenden. Weitere Informationen stellt der Märkische Kreis online zur Verfügung. Direktlink:









