Die Iserlohn Roosters verlieren ihr erstes Heimspiel im Jahr gegen die Straubing Tigers mit 2:4. Die Sauerländer boten in der mit 4967 Zuschauern restlos ausverkauften Eissporthalle am Seilersee eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem glücklichen Erfolg vom Freitag in Dresden. Die Gäste, mit denen die Roosters-Fans seit deren Aufstieg in die DEL eine Fanfreundschaft verbindet, waren mit 900 Anhängern per Sonderzug nach Iserlohn angereist.

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Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)

Zuvor zwei Iserlohner Siege

Zwei Siege und eine Niederlage standen in dieser Saison für die Roosters gegen die Tigers zu Buche. Das erste Heimspiel gewannen die Sauerländer mit 4:0 und holten beim 2:0 in Straubing ebenfalls alle drei Punkte. Lediglich die erste Begegnung in Bayern hatten die Hausherren mit 2:0 für sich entscheiden können. Die Iserlohn Roosters wollten ihre makellose Heimbilanz im Jahr 2026 fortsetzen.

Jenikes 250. Roosters-Spiel

Vor dem ersten Bully war am Schützenfest-Spieltag alles für ein großes Eishockey-Fest vorbereitet. Die Iserlohner Stadtmusikanten spielten schon vor dem Anpfiff hinter der Halle und in den Drittelpausen auf, das erste Bully bestritten die Teams mit den Schützenkönigen aus Iserlohn und Hemer-Deilinghofen, der Sponsor hatte Pappkappen in Schützendesign gestiftet und das Team von Stefan Nyman lief in grünen Sondertrikots auf.

Den Schluck hatte sich Andreas Jenike in seinem 250. Spiel für die Roosters verdient.
Foto: Hendrik Klein

Bevor die Mannschaften ihre Schläger kreuzten, wurdeRoosters-Keeper Andreas Jenike für sein 250. Spiel im Roosters-Trikot geehrt. Das war es dann aber mit den Nettigkeiten.

Camara, der tragische Held

Die Roosters begannen die Begegnung gegen den Tabellenfünften konzentriert. Sie waren sichtlich bemüht, sich für das bescheidene Spiel in Dresden zu rehabilitieren. Die Waldstädter sorgten in der 8. Spielminute gleich in ihrer ersten Überzahl für den ersten Eintrag auf der Anzeigetafel. Angreifer Anthony Camara, der im weiteren Verlauf der Partie noch zum tragischen Helden werden sollte, traf zum 1:0. Diese Führung retteten die Hausherren in die Kabine.

In Freundschaft verbunden, die Maskottchen von Straubing (Tigo) und Iserlohn (Icey).
Foto: Hendrik Klein

Ausgleich durch Elis Hede

Beim ersten Pausentee hatten sich die Tigers offenbar Besserung geschworen. Sie kamen motiviert ins zweite Drittel, schnürten die Roosters zeitweise in deren Verteidigungsdrittel ein. Die Folge warder verdiente Ausgleich durch Elis Hede in der 27. Spielminute. Die Iserlohner zeigten sich nicht lange beeindruckt. Anthony Camara schoss sein Team mit seinem zweiten Treffer nur zwei Minuten später wieder mit 2:1 in Front. So ging es in die zweite Pause.

Vier Strafminuten nach Faustkampf

Im letzten Drittel agierten beide Teams auf Augenhöhe. Die Defensiven packten konsequent zu und erlaubten nicht viele Tormöglichkeiten. Negativer Höhepunkt war dann ein Faustkampf zwischen Anthony Camara von den Roosters und Alex Green von den Tigers. Die Schiedsrichter schickten den überaggressiven Iserlohner Angreifer für vier Minuten auf die Strafbank. Dessen Dummheit bestraften die Gäste in der 49. Spielminute gnadenlos. Nicholas Halloron traf für Straubing zum 2:2-Ausgleich. Es blieben zwei weitere Minuten in Überzahl. Die überstanden die Hausherren unbeschadet.

Angreifer Anthony Camara wurde zum tragischen Helden – erst erzielte er zwei Tore, dann brachte sein "Boxkampf" und die anschließende Strafe die Gäste wieder ins Spiel.
Foto: Hendrik Klein

Entscheidung durch Vareicka

In der 55. Spielminute dann doch die erstmalige Führung der Gäste. Zachary James Leslie traf mit einem gewaltigen Schlagschuss zum 3:2 für die Tigers. Zweieinhalb Minuten vor der Schlusssirene nahm Stefan Nyman seinen Keeper zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis. Mehr als ein Pfostentreffer von Colin Ugbekile sprang dadurch nicht heraus. Dafür sorgte Filip Varejcka mit seinem Treffer in der 60. Spielminute ins leere Roosters-Tor für das 4:2 und damit für die Entscheidung.