Der Rat entschied am Montag, 4. September, über einige wichtige Themen. In einer Pressemitteilung fasst die Stadt Meinerzhagen alles Wichtige zusammen.
Breitbandausbau soll fortgeführt werden
Es geht darum, die so genannten „Grauen Flecken“ Stück für Stück zu beseitigen, da die Bundesregierung bis zum Jahr 2030 eine flächendeckende digitale Infrastruktur in Deutschland ausbauen will. In Meinerzhagen wurden bereits mehrere Fördermaßnahmen zum Glasfaserausbau ausgeführt.
Damit weitere Bürger mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden, soll der Märkische Kreis beauftragt werden, beim Bund einen Antrag zum Ausbau der förderfähigen Adressen in Meinerzhagen zu stellen. Dabei geht es aktuell um weitere 177 Adressen innerhalb des Stadtgebietes – ein Großteil davon im Ortskern Valbert und im Bereich Nordhellen/Sinderhof. Wenn der Förderantrag bewilligt wird, beträgt der Eigenanteil der Stadt Meinerzhagen 20 Prozent. Dies entspricht einer Summe von rund 318.000 Euro. Sowohl Hauptausschuss als auch Rat beschlossen dieses Vorgehen einstimmig.
Neuer Träger für Kita Valbert
Die Kindertagesstätte St. Christophorus in Valbert steht vor einem Wandel: Nachdem der bisherige Träger, der katholische Zweckverband des Bistums Essen, die Trägerschaft aufgeben will – wir berichteten -, hat die Stadt in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Märkischen Kreises einen Nachfolger gesucht. Mit der Awo Unterbezirk Hagen-Märkischer Kreis, dem DRK-Kreisverband Märkischer Kreis, der Sentiris gGmbH und der Johanniter-Unfall-Hilfe Regionalverband Südwestfalen gab es vier Bewerber für die künftige Trägerschaft. In den Gesprächen habe sich gezeigt, dass diese nur dann zustande kommt, wenn die Stadt Meinerzhagen den Trägeranteil zu einem Großteil oder in Gänze übernimmt. Um die Weiterführung der Kita gewährleisten zu können, schlug die Stadtverwaltung vor, den freiwilligen Zuschuss zum Trägeranteil auf hundert Prozent und damit auf 50.000 Euro pro Jahr zu erhöhen. Bislang lag dieser bei 15.000 Euro. Auch diesem Vorschlag stimmte der Rat einstimmig zu.
Der Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises ist der Empfehlung des Rates über die neue Trägerschaft gefolgt und verkündete in deren Sitzung am 6. September, dass die Awo Hagen, der neue Träger wird – wir berichteten. Zum Beginn des Kindergartenjahres 2024/25 wird die Kita dann übernommen. Der Umbau der Einrichtung soll im laufenden Betrieb erfolgen und bis zum Ende des Kindergartenjahres im Sommer 2025 abgeschlossen sein. Dann können dort fortan 55 Kinder, davon zehn in der U3-Betreuung, versorgt werden.
Der Umbau der Stadthalle wird vorangetrieben
Auch das Projekt „Stadthalle“ schreitet voran: Um Förderung zu erhalten, wurde ein eigenständiger Bebauungsplan (Nr. 81) aufgestellt. Dieser sieht Änderungen für den bereits überbauten Bereich der Stadthalle und eine kleine angrenzende Fläche des Otto-Fuchs-Platzes vor, auf der eine bauliche Erweiterung der Stadthalle stattfinden soll. Diesem Vorgehen stimmte der Rat zu.
Geh- und Radwegeverbindung soll in enger Zusammenarbeit entstehen
Die Geh- und Radwegeverbindung zwischen Meinerzhagen und Kierspe steht schon lange im Raum. Angedacht ist eine Strecke entlang der L528, die von der Weststraße über die Hahnenbecke, entlang der L528 Richtung Gräfingsholz und weiter über Durhölten in Richtung Windfuhr führt. Diese Trassenführung wurde inzwischen in den Masterplan Radverkehrsnetz aufgenommen. Dieser Trassenführung stimmte der Rat ebenfalls zu. Meinerzhagen und Kierspe werden eine Vereinbarung abschließen, die die Planung und Umsetzung in die Hände der Stadt Kierspe legt und deren Planungskosten von rund 60.000 Euro zwischen den Städten splittet. Weiter heißt es, dass die geschätzten Baukosten von etwa 455.000 Euro nach bisherigem Kenntnisstand durch das Land NRW getragen werden.









