„Das ist so schön, alle hier zu sehen“, freute sich Gemeindepädagogin Nina Wetzstein. Schon der Gottesdienst war voll. Knapp 100 Besucher wurden gezählt – das hat es (außer an Weihnachten) lange nicht gegeben und zeigt: Die evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Markt wächst zusammen. Die Menschen haben erkannt, dass Kirche wieder Spaß machen kann. Misstrauen, Sorgen, Ängste und Nöte gehören zwar noch nicht komplett der Vergangenheit an, aber es überwiegt ganz offensichtlich der Optimismus. Und genau mit diesem Gefühl möchte das Team in das neue Jahr starten.
„Wir haben uns ganz bewusst dazu entschieden, keine langen Reden zu schwingen oder Probleme zu thematisieren. Heute soll gefeiert werden“, betonte Nina Wetzstein. Dennoch blickten die Besucher mit dem Team noch einmal auf das vergangene Jahr zurück. 2024 wurden die schlechte Finanzlage und die damit verbundenen Konsequenzen aufgedeckt. „Das Thema ist geblieben. Aber damit sind wir nicht allein. Der ganze Kirchenkreis macht sich auf den Weg“, betonte Nina Wetzstein. Natürlich würden die Gemeindemitglieder weiterhin mitgenommen, so werde es auch 2025 wieder einige Termine zu diesem Thema geben.
„Seit März haben wir ein neues Presbyterium, das mutig nach vorne schaut, viele Ideen hat und in dem alle zusammenhalten“, berichtete Pfarrerin Mara Schwäbe. Sie dankte den Mitgliedern für ihr Engagement. Es sei nicht selbstverständlich, ein Ehrenamt mit der Verantwortung für eine ganze Kirchengemeinde zu übernehmen. „Außerdem haben wir 2024 viel gefeiert. Das Leben feiern ist uns wichtig. Daher wird es auch in diesem Jahr Feste geben“, sagte Mara Schwäbe. Geplant ist beispielsweise ein Tauffest am Johannesborn, ein Ehrenamtstag, ein neuer Martinsmarkt und der ökumenische Erntedankgottesdienst. Außerdem gibt es einen neuen Chor und es sollen weiter neue Gottesdienstformen ausprobiert werden.

Gemeindeschwester Claudia Sauer nutzte die Gelegenheit, sich bei allen Ehrenamtlern zu bedanken: „Macht weiter so, macht euch stark“, appellierte sie an die Anwesenden. Mit Dank ging es weiter. Gemeindepädagogin Almuth Gärtner richtete ihre Dankesworte auch an die Hauptamtlichen, die täglich ihr Bestes geben – wie beispielsweise die Gemeindesekretärinnen und die Küsterinnen und Küster.
Damit sich die Gemeindemitglieder noch besser untereinander kennenlernen, hatten Nina Wetzstein und Mara Schwäbe ein Kneipen-Quiz organisiert. Jeder Tisch bildete ein Team. Gefragt war Wissen aus allen drei Gemeindestandorten. Beispielsweise bei der Frage, was das älteste Gebäude in der Kirchengemeinde ist oder wie viele Brücken im Gemeindegebiet über die Lenne führen. Aber auch Schätzfragen wie: „Wie viele Kilometer liegen zwischen Wiblingwerde und unserer Partnergemeinde in Berlin-Pankow?“ Mit dem Handy schummeln war natürlich verboten. Schnell entstanden rege Gespräche und Diskussionen. Nur bei einer Frage ging es richtig schnell: „Was ist Knickebein?“ Das wusste wirklich nahezu jeder im Raum. Das Kultgetränk zum Schützenfest ist eine Mischung aus Minzlikör, Cherrybrandy, Curacao Triple und einem Eigelb – garniert mit Kaffee und Gewürzen.

Auch beim gemeinsamen Essen nach der ersten Runde wurde eifrig weiter diskutiert. Im Nu waren alle miteinander im Gespräch – da wurden Würstchen und Kartoffelsalat schnell zu Nebensache.









