„Mit dem Wiederaufbau zurück in die Zukunft“ lautet das Motto der NRW-Ministerin Ina Scharrenbach vor dem Hintergrund der Flutkatastrophe im Juli 2021. In Schalksmühle litt insbesondere die Infrastruktur sowie der heimische Wald. Daher kommt die finanzielle Unterstützung der Gemeinde zu Gute: Nun kann die Schadensbeseitigung, die an vielen Stellen noch nicht vollendet ist, vorangehen.
Schalksmühle erhält 5,8 Millionen Euro
Am 18. Januar hat die Gemeinde ihren Antrag auf Wiederaufbau gestellt. Für insgesamt 36 im Wiederaufbauplan verankerte Maßnahmen bewilligte das Land NRW mehr als 5,8 Millionen Euro für Schalksmühle.
Davon stehen 1,7 Millionen Euro für die Wiederherstellung von Gewässern, 1,5 Millionen Euro für die Wiederherstellung von Wald- und Forstwegen, 300.000 Euro für die Reparatur des Mehrgenerationenparks an der Volme und 110.000 Euro für Hochwasserschäden am Feuerwehrwehrgerätehaus in Dahlerbrück bereit. Auch 14 private Haushalte profitieren von der Millionen-Förderung. 327.000 Euro erhalten betroffene Bürger.
„Ich bin sehr dankbar, dass das Land NRW den Kommunen zu hundert Prozent unter die Arme greift“, freute sich Bürgermeister Jörg Schönenberg.
An einigen Stellen hakt es noch
Mit dem Wiederaufbauplan und den damit verbundenen Fördermitteln des Landes werden die Maßnahmen zum Wiederaufbau nun umgesetzt. Auch wenn mit der schnellen Soforthilfe die ersten Schäden im Sommer 2021 beseitigt werden konnten, sind die Spuren des Hochwassers in der Volmegemeinde noch zu sehen. Laut Oliver Emmerichs, Fachbereichsleiter der Bauverwaltung, gibt es also noch einiges zu tun: „Wenn hoffentlich das grüne Licht kommt, dann können wir in die einzelnen Maßnahmen gehen, was beispielsweise die Waldwege oder die Gewässer angeht.“
Um zukünftige Hochwasserkatastrophen vermeiden zu können, arbeite der Märkische Kreis eng mit der Stadt Hagen zusammen. So soll ein Klimaschutz-Teilkonzept ein Starkregenereignis simulieren, damit sich Kommunen auf mögliche Folgen vorbereiten können. Besonders betroffen vom Starkregenereignis waren die Schalksmühler Firmen, die an der Volme liegen. Sobald es regnet, würden Ängste auftreten – die Menschen sind laut Schönenberg „hochsensibel“ geworden. „Man hört den Regen jetzt anders“, stimmte Ministerin Ina Scharrenbach zu.
Eine Umsetzung der Maßnahmen wünscht sich Schönenberg so schnell wie möglich. Die Problematik hat er jedoch im Blick: „Ein Problem, welches wir jetzt schon absehen können, ist Handwerker und Firmen an unsere Seite zu bekommen. Das ist natürlich schwierig.“ Auch die B54, mit Hinblick auf die marode Rahmedetalbrücke, bereitet dem Bürgermeister Sorgen – doch er blickt positiv in die Zukunft: „Die Herausforderung werden wir meistern“. Dem stimmten alle Anwesenden zu.
Solidarität „mehr als erwähnenswert“
Die Solidarität unter den Schalksmühlern, die bei den schwierigen Zeiten zusammenhielten, hob Jörg Schönenberg im Gespräch mit Ina Scharrenbach hervor. Ein großes Lob sprach der Bürgermeister den ehrenamtlichen Helfern, der Freiwilligen Feuerwehr, dem Deutschen Roten Kreuz und vielen mehr aus. „Es zeigt: In der Not funktioniert bei uns mehr, als manch einer meint.“ Genauso lobenswert erwähnte er die Arbeiter, die an den Bahnstrecken im Volmetal – nachdem diese auch durch das Hochwasser an Schäden erlitten haben – „Tag und Nacht“ fleißig arbeiten würden.









