„Wir müssen ganz klar sagen, im Fall Kirchenmusik ist es unser Fehler. Zu dem stehen wir und der tut uns wahnsinnig leid. Das ist nicht einfach wiedergutzumachen“, sagt Tim Haacke. Wie bereits ausführlich berichtet, wurde der Gemeinde beim Ansingen des Advents in der Wiblingwerder Kirche eine neue Kantorin vorgestellt. Die Organistin kam Anfang Dezember zum Vorspiel, bereitete Probestunden für einen potenziellen Kinderchor vor. Außerdem legte sie noch extra ihre B-Kirchenmusiker-Prüfung ab, denn darauf legte die Gemeinde wert. Sie brach alle Zelte in Hohenlimburg ab, kündigte ihre Stelle bei der evangelischen Gemeinde in Hohenlimburg und freute sich auf ihre neue Aufgabe. Allerdings hatte die Gemeinde eines offenbar nicht auf dem Schirm: Für die Einstellung einer B-Musikerin braucht die Gemeinde eine kirchenrechtliche Genehmigung. Und die gab es aufgrund der desolaten Haushaltslage nicht.
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Mittwoch, 14. Februar, im Lutherhaus kritisierten die Gemeindemitglieder heftig das Verhalten der Gemeinde, die die Kantorin einfach fallen gelassen habe. Pfarrer Wolfgang Kubes Einwand, dass das zwar nicht schön sei, aber man in der Regel mit der Küdigung warte, bis eine Gemeinde das habe, wurde schon am Abend vehement angegangen. Und auch Tim Haacke macht deutlich: „Frau (…) trifft keine Schuld. Sie hat alles richtig gemacht. Der Fehler liegt allein bei uns.“ Auf die Frage, ob damit der Kirchenkreis gemeint sei und die Gemeinde somit unschuldig sei, machte er jedoch klar: „Ich spreche hier von Gemeinde und Kirchenkreis.“
Das Problem sei, dass in diesen Fall mit Landeskirche, Kirchenkreis und Gemeinde sehr viele Akteure involviert seien. Aber ja „es wäre schon abzusehen gewesen, dass dieses Geld in der Form nicht da ist. Es war ein Fehler, diesen Prozess soweit kommen zu lassen“. Derzeit arbeite man intensiv an zwei Dingen: Ersten an einer Lösung für die nun arbeitslose Kantorin und zweitens an einer Lösung für die Kirchenmusik in der Gemeinde. Ein neues Konzept soll im März präsentiert werden.
Die Anfragen zum Thema Finanzen sind weiterhin offen. Sie sollen allerdings noch im Lauf des Tages beantwortet werden.










