Wer sich an seine Schulzeit zurück erinnert stellt schnell fest: An dem letzten Tag vor den Ferien hat nur noch selten richtiger Unterricht stattgefunden. Üblich sind dann vor allem ein gemeinsames Frühstück, Filme schauen oder Spiele spielen. Nicht so an der Humboldtschule in Halver; hier gehen die Schüler auf Müll-Jagd.
Auf Initiative der Klimaschutzmanagerin Karla Luchterhandt, die Halver Ende des Monats verlassen wird, wurde die Reinigungsaktion im vergangenen Jahr erstmals durchgeführt. Laut Nina Neuschäfer, didaktische Leitung der Humboldtschule, ist die Aktion so gut angekommen, dass sie jetzt jährlich wiederholt werden soll. „Wir hatten dieses Jahr wirklich Glück mit dem Wetter, letztes Jahr ist die Aktion sprichwörtlich ins Wasser gefallen“ erklärte Neuschäfer. Trotzdem waren die Schüler auch im vergangenen Jahr mit Feuereifer dabei.
180 Schüler unterwegs
In diesem Jahr waren die Klassen fünf und sechs auf sechs verschiedenen Routen unterwegs. Dabei wurde jede Tour von einer Klasse abgegangen, die jeweiligen Klassenlehrerteams begleiteten ihre Schüler. „Wenn man gemütlich geht, braucht man etwa eine halbe Stunde je Route, mit dem Sammeln dabei natürlich entsprechend länger“ verriet Neuschäfer. Ausgestattet wurden die 180 Schüler dafür unter anderem mit Müllsäcken und den entsprechenden Greifern, die der Bauhof zur Verfügung stellte. Im Nachgang an die Aktion holt der Bauhof nicht nur sein Material, sondern auch den gesammelten Müll an der Schule ab und führt ihn der Verwertung zu.
Auf ihren Runden fanden die Schüler vor allem weggeworfene Zigarettenstummel. Dies zeige, dass die Bildung für nachhaltige Entwicklung ein wichtiger Baustein der schulischen Erfahrung sei. Aber auch kurioses, wie zum Beispiel ein verbrannter Holzbalken oder ein Hocker ist den Schülern „ins Netz gegangen“.
Auch wenn die Aktion Sauberes Halver erst am 4. April startet: Da sie teilweise in den Osterferien liegt, hat die Stadt Halver zumindest im vergangenen Jahr die Sammelaktion der Humboldtschule für diese Woche mit angerechnet – vielleicht locken die Preise ja den ein oder anderen Schüler, in der Freizeit noch einmal sammeln zu gehen.









