Seit 33 Jahren lebt Andreas Wörster im südlichen Afrika und ist mit der Apartheid sowie der großen Kluft zwischen Arm und Reich vertraut. Etwa 60 bis 70 Prozent sind von der Arbeitslosigkeit betroffen und leben in schwierigeren Lebensverhältnissen: Kein Strom, fehlendes sauberes Wasser, hohe Kriminalitätsrate, Drogenabhängigkeit und Prostitution. „Die Leute leben in kleinen Blechhütten, die halb so groß wie eure Klassenräume sind“, erklärte Wörster.

Mittendrin: Kinder mit Behinderungen, die ihre vier Wände nur selten verlassen. „Die Eltern wissen einfach nicht, was sie mit ihnen tun sollen. Viele haben keine Beine und können nicht laufen“, so Wörster weiter. Es fehle an Rollstühlen, welche es den Kindern erlauben, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Gemeinsam mit seinem Team hat er es sich dies zum Ziel gesetzt. Doch ohne die Unterstützung von Spenden sei eine Umsetzung schwierig, denn Rollstühle würden mehrere hundert bis tausend Euro kosten. „Inklusion ist in ganz Südafrika noch nicht gegeben. Menschen mit Behinderungen werden immer noch benachteiligt. Wir bemühen uns, die Situation zu verbessern“, betonte Wörster.
Halveraner Schulen spenden 5680 Euro
„Die Kinder sollen wissen, warum wir diesen Kuchenverkauf machen und an wen wir spenden“, erklärte Lehrerin Ursula Stratmann der Regenbogenschule Halver. Die Grundschüler hatten etwa 1680 Euro sammeln können, die nun zum guten Zweck an den Verein „Utho Ngathi“ gespendet werden. Auch die Humboldtschule engagierte sich mit ihrem Sponsorenlauf „Ich laufe für Dich“ und übergab am Donnerstag, 2. November, eine Summe von 4000 Euro.
„Ihr helft uns dabei, dass die Kinder glücklich sind, in die Schule gehen können und drei Mal am Tag eine warme Mahlzeit bekommen“, bedankte sich Wörster bei den Halveraner Schülern. Mit dem gespendeten Geld möchten sie unter anderem der 18-jährigen Miriam aus Südafrika ein Fahrrad kaufen.
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