Ennepe-Ruhr-Kreis/Hagen. Die Diagnose Krebs erschüttert nicht nur Betroffene selbst, sondern auch die gesamte Familie. „Von jetzt auf gleich ist nichts mehr wie früher, das ganze Leben steht Kopf“, beschreibt Heike Schiller, Dipl. Sozialarbeiterin und Psychoonkologin die Situation vieler betroffener Familien. Sie arbeitet in der Krebsberatungsstelle der Diakonie Mark-Ruhr – einer Einrichtung, die Menschen in dieser herausfordernden Zeit beistehen möchte.
Unterstützung für Familien
Die Betroffenen plagen sich mit tausend Fragen. „Wie geht es jetzt weiter? Werde ich wieder arbeiten können? Wo können wir finanzielle Hilfen bekommen? (Wie) Sage ich es meinen Liebsten, dass ich Krebs habe? Darf ich meine Gefühle vor meinem Kind zeigen?“ Und natürlich beschäftige eine erkrankte Mutter oder einen erkrankten Vater die schmerzhafte Vorstellung, dass es vielleicht nicht möglich sein wird, den eigenen Kindern zur Seite zu stehen, bis sie erwachsen sind.
„Die Eltern brauchen Unterstützung – nicht nur bei der Bewältigung ihrer Erkrankung, sondern auch im Umgang mit ihren Kindern. Und die Kinder brauchen Hilfe dabei, zu verstehen, was in ihrer Familie geschieht“, sagt Andreas Teschner, Sozialarbeiter und Psychoonkologe der Krebsberatungsstelle. Im Mittelpunkt stehe dabei immer der ganze Mensch mit seinem persönlichen Krankheitserleben: „Denn Krebs befällt nicht nur den Körper, sondern überfällt auch die Seele.“
Stärken und entlasten
Das Ziel der Beratung ist, die gesamte Familie in dieser schweren Lebenssituation zu stärken und zu entlasten, betroffenen Eltern dabei zu helfen, einen Weg im Umgang mit den Folgen der Krebserkrankung zu finden und die Kinder und Jugendlichen dabei angemessen einzubeziehen. Bei Bedarf wird auch an spezialisierte Beratungseinrichtungen vermittelt.
Standorte und Kontakt
Seit über 20 Jahren finden Menschen in allen Erkrankungsphasen bei der Krebsberatungsstelle der Diakonie Mark-Ruhr einen geschützten und vertraulichen Rahmen für ausführliche Gespräche zu allen Themen, die ihnen auf der Seele brennen. Unabhängig vom Wohnort wird die Beratung an folgenden Standorten angeboten:
• Körnerstraße 82, Hagen
• Kölner Straße 25, Gevelsberg
• Kirchstraße 46, Ennepetal
• Annenstraße 118-122, Witten
Termine werden ausschließlich nach telefonischer Vereinbarung unter der zentralen Rufnummer 02331/3520850 oder per Mail an [email protected] vergeben.










