Wie verändert der Klimawandel die Arbeit von Wissenschaftlern – und was passiert, wenn Forschung allein nicht mehr auszureichen scheint? Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Dokumentarfilm „Das Gewicht der Welt“, den Claudius Bartsch am Mittwoch, 9. September, um 18 Uhr in der Stadtbücherei Lüdenscheid zeigt.
Vom Labor auf die Straße
Der Film begleitet drei Naturwissenschaftler, die den Klimawandel nicht nur erforschen, sondern seine Folgen unmittelbar erleben. Maria arbeitet als Glaziologin, Sebastian als Professor für Physikalische Chemie und Nana als Molekularbiologin. Ihre Forschung führt sie zunehmend zu der Erkenntnis, dass wissenschaftliche Fakten allein kaum Veränderungen bewirken.
Statt sich in den Elfenbeinturm der Wissenschaft zurückzuziehen, engagieren sich die drei Protagonisten schließlich selbst als Aktivisten. Der Film zeigt dabei nicht nur wissenschaftliche Erkenntnisse, sondern vor allem die Menschen dahinter — mit ihren Zweifeln, ihrer Verantwortung und der Frage, wie weit persönliches Engagement gehen kann.
„Der Film ist mehr als ein Klimadokumentarfilm“, sagt Bartsch. Er zeichne ein menschliches Porträt von drei Wissenschaftlern, die erkennen, „dass ihre Forschung alleine nicht mehr ausreicht“.
Gespräch im Anschluss
Nach der Vorführung möchte Bartsch mit den Besuchern ins Gespräch kommen und über die im Film aufgeworfenen Fragen diskutieren. Im Mittelpunkt steht dabei auch die Frage, was Verantwortung angesichts von Klimawandel, politischer Lähmung und gesellschaftlicher Spaltung bedeutet.
„Das Gewicht der Welt“ beginnt am 9. September um 18 Uhr in der Stadtbücherei Lüdenscheid. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung per E-Mail an [email protected] erforderlich.









