Die Autobahn GmbH des Bundes hat einen weiteren Schnellladepark des Deutschlandnetzes in Betrieb genommen. Der neue Standort befindet sich auf dem Parkplatz Duwelsiepen an der A45 zwischen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen in Fahrtrichtung Frankfurt. Er ist Teil des bundesweiten Ausbaus der Ladeinfrastruktur, den das Bundesministerium für Verkehr (BMV) im Rahmen des Deutschlandnetzes vorantreibt.
Schnelles Laden mit bis zu 400 Kilowatt
Am Duwelsiepen stehen zwei Ladesäulen mit jeweils zwei CCS-Anschlüssen zur Verfügung. Jeder Anschluss ermöglicht eine Ladeleistung von bis zu 400 Kilowatt. Das teilt die Autobahn GmbH in einer Pressemitteilung mit. Damit kann ein Mittelklasse-Elektrofahrzeug rechnerisch innerhalb von rund zehn Minuten Strom für 300 bis 500 Kilometer Reichweite laden – abhängig vom jeweiligen Verbrauch. Werden an einer Säule gleichzeitig zwei Fahrzeuge geladen, stehen jedem Fahrzeug weiterhin mindestens 200 Kilowatt zur Verfügung.
Geladen wird ausschließlich mit Ökostrom. Für die Bezahlung können alle gängigen Ladekarten sowie Debit- und Kreditkarten genutzt werden. Der Standort verfügt zudem über Wetterschutz und eine helle Beleuchtung.
Schnellladepark als Schritt zur klimafreundlichen Mobilität
Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, betont die Bedeutung des Ausbaus: „Die Autobahn GmbH treibt den Aufbau der Ladeinfrastruktur kräftig voran, um Elektromobilität für alle und auf allen Routen zu ermöglichen. Insgesamt bauen wir mit dem Deutschlandnetz an den Autobahnen 1000 Schnellladepunkte an 200 Standorten auf.“
Auch Willi Kolks, Direktor der Niederlassung Westfalen, sieht in der Inbetriebnahme einen wichtigen Schritt für die klimafreundliche Mobilität: „Verkehrsteilnehmende, die auf der A45 in Richtung Süden unterwegs sind, können nun an dieser Rastanlage bequem und schnell ihre Fahrzeuge laden.“
Deutschlandnetz soll flächendeckendes Schnellladen ermöglichen
Mit dem Deutschlandnetz entstehen bundesweit 9000 zusätzliche Schnellladepunkte für Elektrofahrzeuge. Rund 900 Standorte werden im urbanen und ländlichen Raum errichtet, davon 200 direkt an unbewirtschafteten Autobahn-Rastanlagen. Langfristig sollen an den Autobahnen insgesamt 4000 Schnellladepunkte zur Verfügung stehen.
Das Netz ist so geplant, dass Autofahrer künftig etwa alle zehn Fahrminuten eine Schnelllademöglichkeit an den Autobahnen erreichen können. Das Bundesministerium für Verkehr investiert rund 2,3 Milliarden Euro in das Projekt. Die Standorte werden von privaten Unternehmen im Auftrag des Bundes errichtet und betrieben. Bis Ende 2026 sollen alle Standorte des Deutschlandnetzes fertiggestellt sein, heißt es in der Pressemitteilung der Autobahn GmbH weiter.








