Zum vierten Mal fand am Samstag, 22. August, der Christopher Street Day (CSD) in Lüdenscheid statt. Trotz anfänglichen Regens ließen sich die Hunderte Teilnehmer die Stimmung nicht verderben und versammelten sich, um gemeinsam ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz und die Gleichberechtigung aller Menschen zu setzen.
Bunter Demonstrationszug zieht durch Lüdenscheid
Nach Angaben der Veranstalter war die Beteiligung in diesem Jahr nochmals deutlich höher als beim CSD im vergangenen Jahr. Der bunte Demonstrationszug startete um 14.30 Uhr und führte über die Bahnhofstraße, vorbei an der Christuskirche und durch die Knapperstraße bis zum Rosengarten.
Die Polizei war während der Veranstaltung mit einer erhöhten Anzahl an Einsatzkräften und Fahrzeugen vor Ort. Hintergrund waren unter anderem Ankündigungen und Drohungen im Vorfeld der Veranstaltung über das soziale Netzwerk Facebook, wie die Organisatoren vorab erklärten.
Redebeiträge, Musik und Schweigeminute im Rosengarten
Im Rosengarten erwartete die Teilnehmer anschließend ein umfangreiches Bühnenprogramm. Wie bereits im vergangenen Jahr führte die Dragqueen Harpy Fatale durch die Veranstaltung. In verschiedenen Redebeiträgen ging es unter anderem um Hasskommentare im Internet, die Erfahrungen von Menschen, die sich im falschen Körper geboren fühlen, sowie um Vielfalt und gesellschaftliche Akzeptanz. Zu Beginn des ersten Redebeitrags wurde zudem mit einer Schweigeminute der Opfer im Zusammenhang mit dem Berliner CSD gedacht.
Musikalisch sorgten unter anderem die Bands „Relate", „JNNRHNNDRXX" und „Funkstille" für Unterhaltung. Für Relate war der Auftritt nach eigenen Angaben der erste bei einem Christopher Street Day. Der Sänger nutzte die Gelegenheit, sich beim Publikum zu bedanken und den Teilnehmern seinen Respekt auszusprechen. Besonders würdigte er den Mut der Menschen, öffentlich für ihre Rechte und Überzeugungen einzustehen, sich zu zeigen und sich für andere einzusetzen.
Buntes Zeichen für gesellschaftliche Akzeptanz
Das Publikum zeigte sich auch in diesem Jahr vielfältig und generationenübergreifend. Menschen unterschiedlichen Alters nahmen sowohl am Demonstrationszug als auch am anschließenden Programm im Rosengarten teil.
Dank der zahlreichen ehrenamtlichen Helfer sowie der Begleitung durch die Polizei verlief die Veranstaltung nach Angaben der Beteiligten reibungslos. Der vierte CSD in Lüdenscheid endete damit als friedliche und farbenfrohe Veranstaltung, die zahlreiche Menschen zusammenbrachte und ein Zeichen für Vielfalt und gesellschaftliche Akzeptanz setzte.









