Beim Verkauf ihres Motorrads ist eine Iserlohnerin offenbar an Betrüger geraten. Geistesgegenwärtig brach die Frau den Kontakt jedoch ab, bevor sie einen finanziellen Schaden erlitt.
Zunächst schien alles sicher
Die Iserlohnerin hatte ihr BMW-Motorrad auf einem Internet-Verkaufsportal angeboten. Eine vermeintliche Interessentin meldete sich, beide handelten einen Preis aus. Anschließend erhielt die Verkäuferin per E-Mail sogar eine Kopie eines Ausweises. Sie füllte daraufhin einen Kaufvertrag aus und schickte ihn an die Interessentin zurück.
„Zunächst deutete nichts auf einen Betrugsversuch hin. Die Unbekannte wollte das Motorrad ungesehen kaufen und durch eine Spedition abholen lassen“, erklärt die Polizei.
Link führt auf gefälschte Zahlungsseite
Misstrauisch sei die Iserlohnerin geworden, als die angebliche Käuferin ihr einen Link zur Abwicklung der Bezahlung schickte. Die Frau recherchierte im Internet und stieß dabei auf Warnungen vor einer bekannten Betrugsmasche. „Ein Klick auf den Link hätte sie zu einer gefälschten Zahlungsseite geführt. Dort sollte sie ihre Bankdaten eingeben und damit offenbar eine Abbuchung freigeben“, so die Polizei. Der geforderte Betrag habe deutlich über der Summe gelegen, die sie für das Motorrad erhalten sollte.
Polizei warnt vor falschen Zahlungslinks
Dieser Fall zeige: „Betrüger schaffen es immer wieder, Verkäufer zu schädigen: Statt Geld zu erhalten, zahlen die Verkäufer“, warnt die Polizei. Häufig würden die Täter versuchen, Verkäufer zu einer Vorauszahlung für angebliche Speditionskosten zu bewegen. „Die beauftragte Spedition existiert in diesen Fällen jedoch gar nicht.“
Die Polizei rät deshalb, die Bezahlung möglichst direkt über das jeweilige Verkaufsportal abzuwickeln. So müssten keine Bankdaten übermittelt werden. Doch auch dabei würden Betrüger häufig auf Täuschung setzen: Sie verschicken Links, die den Eindruck erwecken, zum Bezahlsystem der Plattform zu führen. Tatsächlich landen die Nutzer auf nachgebauten Zahlungsseiten.
„Nicht auf diese Links klicken!“, lautet deshalb der eindringliche Rat der Polizei. Wer seine Bankdaten auf solchen Seiten eingibt, übermittle sie direkt an die Betrüger.









